Sendedatum: 03.04.2013 09:20 Uhr  | Archiv

Rolfing-Therapie hilft bei Muskelschmerzen

von Jörn Roes

Schmerzen - besonders im Bereich der Wirbelsäule - kennen viele Menschen. Doch nicht immer sind Wirbel, Bandscheiben oder Nerven die Verursacher. Auch das Bindegewebe (Faszien) kann Auslöser für die Beschwerden sein.

Die Faszien sind ein Spannungsnetzwerk, das alle Organe und Muskeln umschließt und sie miteinander verbindet. Das flexible, von Blutgefäßen und Nerven durchzogene Gewebe wird mitunter auch als "Sinnesorgan der Körperwahrnehmung" bezeichnet. Stabilität entsteht dadurch, dass die Faszien Anteile des Körpers wie Knochen oder Muskeln miteinander verbinden, ohne dass diese in festem Kontakt zueinander stehen. Der Körper ist also kein starres Gerüst, sondern ein dynamisches Modell.

Rolfing löst Verhärtungen

Verhärten oder verfilzen diese Faszien, nimmt die Beweglichkeit ab und es entstehen Schmerzen. Die Therapieform Rolfing kann dann helfen. Diese Massageform wurde in den 1960er-Jahren in den USA von der Biochemikerin Ida Rolf entwickelt wurde. Die manuelle Therapie regt den Stoffwechsel und den Flüssigkeitsaustausch an. So werden entzündungshemmende Botenstoffe ausgeschüttet. Verhärtungen und Verklebungen im Fasziennetz lösen sich, Schmerzen lassen nach.

Behandlungskosten müssen selbst getragen werden

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Rolfing-Therapie übrigens meist nicht. Für eine Sitzung müssen Patienten zwischen 80 und 100 Euro zahlen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Radio-Visite | 03.04.2013 | 09:20 Uhr

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