Sendedatum: 16.04.2013 20:15 Uhr  | Archiv

AOK will mehr Physiotherapie bezahlen

Die AOK hat angekündigt, Ärzten bei der Verordnung von Physiotherapie keinen Regress mehr anzudrohen. Bisher droht Ärzten ein Regress der Krankenkassen, wenn sie zu viele Physiotherapien verordnen. Doch mit einer intensiven Physiotherapie könnten viele Operationen vor allem an der Wirbelsäule und am Knie verhindert werden. Bisher werden zwar die Operationen widerspruchslos bezahlt, bei intensiver Physio - und Schmerztherapie gibt es aber häufig Probleme mit den gesetzlichen Krankenkassen.

Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg sagte jetzt gegenüber Visite, man könne die Regrssandrohung für ein Jahr ruhen lassen und sehen wie sich die Operationszahlen entwickeln. "Deshalb sind wir auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung im Gespräch, dass wir beispielsweise für diesen Bereich der Rückenerkrankungen erklären, dass wir von so einem Regress keinen Gebrauch machen. (...) Dann müsste auch eigentlich die Zahl der Operation geringer werden".

Für viele Spezialisten wie Orthopäden, Physio - und Schmerztherapeuten ist ein wichtiger Grund für die überhohe Zahl an Operationen in Deutschland, dass Operationen sehr viel besser vergütet werden als konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik.

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Visite | 16.04.2013 | 20:15 Uhr

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