Stand: 16.02.2016 11:26 Uhr

Rollator - Gehhilfe richtig einsetzen

Früher verpönt, benutzen heute immer mehr Menschen einen Rollator. Er gibt Sicherheit beim Gehen und ist ein wichtiges Hilfsmittel, um aktiv am Leben teilnehmen zu können. Ein Rollator bietet die Möglichkeit, sich zwischendurch hinzusetzen. Und auf und an ihm lassen sich Gepäck und Einkaufstaschen transportieren.

Rollator

Tipps für den richtigen Rollator

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Ein Rollator gibt Sicherheit beim Gehen und ist ein wichtiges Hilfsmittel, um aktiv am Leben teilnehmen zu können. In den meisten Fällen sollte er jedoch eine Übergangslösung sein.

Rollator verändert die Körperhaltung

In den meisten Fällen sollte der Rollator jedoch eine Übergangslösung sein, so Experten. Nach einer OP oder bei einer vorübergehenden Muskellähmung ist der Rollator ein gutes Hilfsmittel, um wieder in Gang zu kommen. Ziel aber sollte sein, sich ohne Rollator bewegen zu können. Denn dieser verändert die Körperhaltung und die Art zu laufen: Viele Menschen stützen sich nach vorn übergebeugt auf und laufen hinter der Gehhilfe her.

Durch das Kippen des Oberkörpers nach vorne wird die Halswirbelsäule extrem belastet, gleichzeitig belastet das entstandene Hohlkreuz die Lendenwirbelsäule. Darum ist es wichtig, aufrecht und zwischen den Hinterrädern zu gehen. Dazu muss der Rollator die richtige Höhe haben: Die Hände sollen locker auf den Griffen aufliegen.

Gehhilfe im Alltag richtig einsetzen

Mit ein paar Tricks wird das Leben mit der Gehhilfe leichter: An Bus oder Bahn immer dort einsteigen, wo der Bahnsteig auch für Kinderwagen erhöht ist - so muss man den Rolli nicht anheben. Vor der Abfahrt sichern, zusammenklappen und unbedingt festhalten, damit er bei einem Bremsmanöver nicht durch die Gegend schleudert. Um an Stufen und hohen Bordsteinen nicht zu fallen, ist es ratsam rückwärts zu gehen - vor allem, wenn der Rollator mit Einkäufen beladen ist. Will man den Rolli als mobilen Hocker nutzen, unbedingt die Bremsen anziehen

Standard-Rollatoren zahlt die Krankenkasse

Standard-Rollatoren gibt es von der Krankenkasse auf Rezept - doch viele Modelle sind schwer und breit. Schmalere und leichte Rollatoren gibt es im Fachhandel. Dort können Kunden verschiedene Modelle ausprobieren. Fast alle Fachhändler reparieren bei ihnen gekaufte Rollis kostenlos. Verschreibt der Hausarzt einen leichteren Standard-Rollator, gibt es auch diesen auf Rezept. Einige Krankenkassen übernehmen anteilig die Kosten für sogenannte Premium-Modelle.

Weitere Informationen

So finden Sie den richtigen Rollator

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Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Stefan Oppermann
Leitender Oberarzt und Stellvertretender Leiter des Instituts für Notfallmedizin
Asklepios Klinikum Harburg, Hs. 2b
Eißendorfer Pferdeweg 52
21075 Hamburg
Tel.  (040) 18 18 86 46 33
E-Mail: s.oppermann@asklepios.com
Internet: www.asklepios.com

Dr. Horst Danner
Leitender Arzt der Ambulanten Orthopädischen Rehabilitation
RehaCentrum Hamburg
Heidenkampsweg 41
20097 Hamburg
Tel. (040) 253 06 30
Internet: www.rehahamburg.de

Birgit Berwald
Stolle Sanitätshaus
Friedrich-Ebert-Damm 309
22159 Hamburg
Tel. (040) 64 59 62 00
Fax (040) 64 59 62 11
Internet: www.stolle-ot.de

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Visite | 16.02.2016 | 20:15 Uhr