Stand: 22.07.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Mit Stoßwellen gegen Cellulite?

Dermopanniculosis deformans, besser bekannt als Cellulite oder "Orangenhaut", kommt fast ausschließlich bei Frauen vor. Die Ursache ist der unterschiedliche Aufbau der Hautschichten bei Frauen und Männern. Bei Frauen sind Ober- und Lederhaut dünner als beim Mann, während die darunter liegenden Zellen der Fettschicht dicker und stärker in einzelne Kammern (Bindegewebssepten) unterteilt sind.

Legt eine Frau an Gewicht zu, können sich die Fettzellen nur in Richtung Hautoberfläche ausdehnen. Es kommt zur Dellenbildung. Gefördert wird diese durch angeborene Bindegewebsschwäche, Schwangerschaften, Übergewicht und hormonelle Umstellungen.

Kosmetikprodukte ohne Wirkung

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Die Stoßwellentherapie soll den Fettabbau anregen und gleichzeitig das Bindegewebe entspannen.

Für die Betroffenen ist Cellulite oft sehr belastend. Und alle Kosmetikprodukte haben nachweislich keinen positiven Effekt auf die Cellulite. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover hat nun gezeigt, dass sich die Hautveränderungen mithilfe der Stoßwellentherapie in Kombination mit einem speziellen Muskelaufbautraining reduzieren lassen.

Verbesserung um etwa 30 Prozent

Die fokussierte Stoßwellentherapie soll den Fettabbau anregen und gleichzeitig das Bindegewebe entspannen. Der Druck auf die Außenhaut nimmt ab und die Dellen gehen zurück. Die ersten Studienergebnisse sind vielversprechend: Innerhalb der ersten drei Monate zeigte sich eine optische Verbesserung des Hautbildes um etwa 30 Prozent.

Die sechswöchige Therapie kostet rund 1.500 Euro und wird in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Karsten Knobloch
Facharzt für Allgemeine, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, Sportmedizin, Rettungsmedizin
SportPraxis Prof. Dr. med. Karsten Knobloch
Heiligerstraße 3
30159 Hannover
Tel: (0511)  897 08 90
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