Stand: 11.07.2016 13:55 Uhr  | Archiv

Multiple Sklerose erkennen und behandeln

Man nennt sie auch die "Krankheit mit den 1.000 Gesichtern": Multiple Sklerose (MS) kann von Patient von Patient so unterschiedlich verlaufen, dass sich allgemeingültige Aussagen nur bedingt treffen lassen. In Deutschland sind mindestens 130.000 Menschen von dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des Nervensystems betroffen, Frauen etwa dreimal so häufig wie Männer. Die meisten Betroffenen erhalten die Diagnose MS im frühen Erwachsenenalter.

Ursache

Bei der Multiplen Sklerose greifen fehlgeleitete Immunzellen die Nerven an - das führt zu Entzündungen und Schmerzen. Die Ursachen für die Fehlsteuerung konnten bislang nicht eindeutig geklärt werden. Neuere Studien weisen darauf hin, dass eine Überstimulation der Zellen durch zu viel Zucker eine Rolle spielt. Forscher gehen davon aus, dass zentraler Auslöser eine zunächst harmlos erscheinende Virusinfektion im Kindes- oder Jugendalter ist, die die Aktivität des Immunsystems stört. Allerdings - so der aktuelle Stand - müssen immer mehrere Faktoren zusammentreffen: Dazu zählen eine genetische Veranlagung sowie bestimmte Umwelteinflüsse. Manche Forschungen verweisen auch auf Vitamin-D-Mangel und kindliches Übergewicht als Risikofaktoren, zudem scheint Rauchen die Krankheitsentstehung zu begünstigen.

Was passiert bei Multipler Sklerose?

MS ist nicht ansteckend, und es ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinn, auch wenn sie familiär gehäuft auftreten kann.

Symptome

Prägnante Anzeichen einer Multiplen Sklerose sind neurologische Störungen, und zwar stunden- bis tagelange Ausfallerscheinungen in unterschiedlichen Körperregionen. Einzeln oder in Kombination können folgende Symptome auftreten:

  • Sehstörungen (Doppelbilder)
  • Beinschmerzen
  • Lähmungen
  • Blasen- und Darmstörungen
  • Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen
  • Sprechstörungen
  • Kribbeln und andere Sensibilitätsstörungen
  • chronische Erschöpfung (Fatigue)
  • sexuelle Störungen

Anfangs verschwinden die Störungen wieder, oder es bleiben nur geringe Beschwerden zurück. Mit der Zeit kommen dann neue hinzu, die teils dauerhaft sind. Typisch für den Verlauf von MS: Der Schweregrad der Symptome nimmt mit dem Krankheitsverlauf zu, einige Störungen treten jedoch nur vorübergehend auf. Man spricht dabei von Schüben.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 11.07.2016 | 21:00 Uhr

Ernährungs-Therapie

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