Stand: 29.09.2015 11:25 Uhr

Diese Lebensmittel tun dem Magen gut

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Falsches Essen stresst den Magen - Bauchschmerzen sind die Folge.

Unser Magen knetet jedes Jahr rund eine Tonne Nahrung zu Brei und befördert diesen zum Darm. 35 Millionen Drüsen in seiner Schleimhaut produzieren täglich drei Liter Magensäure, um die Nahrung anzuverdauen und Mikroorganismen abzutöten. Zu viel, zu fettes, zu scharfes, aber auch zu süßes Essen bedeutet Stress für das Hochleistungsorgan. Es reagiert gereizt, produziert mehr Säure, seine Muskeln verkrampfen. Die Folge: Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl.

ein Tller voller Gemüse, Reis und Tomatensoße

Gesundes für den Magen

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Unser Magen ist ein Hochleistungsorgan. Wird es mit zu scharfem oder fettigem Essen überfordert, reagiert es gereizt - Bauchschmerzen und Übelkeit sind die Folge. Was ist gut für den Magen?

Nahrungsmittel lösen chemische Reize aus

Die Magenempfindlichkeit wird in der Regel über das Magennerven-System geregelt und das reagiert auf bestimmte chemische Reize, die von ganz unterschiedlichen Nahrungsmitteln ausgelöst werden können. Bei Pfeffer beispielsweise werden die sogenannten Capsaicin-Rezeptoren aktiviert und dann Signale ans Gehirn geschickt - das wird als Brennen wahrgenommen. Was uns auf den Magen schlägt oder nicht, entscheidet also das Magennerven-System und das tut sich auch mit getrockneten Hülsenfrüchten, vielen Kohlsorten und Zwiebeln sehr schwer.

Ingwer hilft gegen Übelkeit

Statt mit Zwiebeln kann in der Küche mit Koriander oder Blattpetersilie gewürzt werden. Ingwer gilt als magenfreundlich und hilft gut bei Übelkeit. Fenchel und Kreuzkümmel sind verdauungsfördernd - auch als Tee. Zimt wirkt entzündungshemmend und Honig hilft, dass sich nicht zu viel Magensäure  entwickelt. Basische Lebensmittel, wie zum Beispiel Kartoffeln, können Teile der Magensäure neutralisieren und so die Magenschleimhaut schützen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wichtig bei Magenbeschwerden: Einerseits können Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Völlegefühl von ganz harmlosen Verdauungsstörungen ausgelöst, andererseits aber auch von schwerwiegenden Erkrankungen (zum Beispiel Krebs) verursacht werden. Deshalb sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn Magenbeschwerden länger als 14 Tagen andauern.

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Interviewpartner im Beitrag:

Dr. Viola Andresen
Leitung Palliative Care Team und Leitung Ernährungsteam
Marcus Scherer, Küchenchef
Israelitisches Krankenhaus
Orchideenstieg 14
22297 Hamburg
Tel. (040) 51 12 50
Fax (040) 511 25 60 21
E-Mail: info@ih-k.de
Internet: www.ik-h.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 29.09.2015 | 20:15 Uhr

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