Stand: 29.11.2016 09:42 Uhr

Diät: Jo-Jo-Effekt schadet Herz und Kreislauf

Starke Schwankungen des Körpergewichts, zum Beispiel beim Jo-Jo-Effekt nach einer Diät, erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauferkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie mit mehr als 150.000 Frauen. Demnach ist die Gefahr, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, sogar um das Dreifache erhöht. Im Rahmen der Studie stieg das Risiko für Herzprobleme auch bei Normalgewichtigen, die ein paar Kilos abgenommen und danach wieder zugenommen hatten. Schon länger beobachten Ärzte mit Sorge, dass ein ständiges Auf und Ab des Körpergewichts Herz, Kreislauf und Stoffwechsel schädigen kann.

Drei Leute machen Gymnastikübungen

Diät: Jo-Jo-Effekt schadet Herz und Kreislauf

Visite -

Stark schwankendes Körpergewicht erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen - bis hin zum plötzlichen Herztod. So vermeiden Sie nach einer Diät den Jo-Jo-Effekt.

5 bei 2 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Jo-Jo-Effekt: Mehr Gewicht nach einer Diät

Beim Abnehmen tritt oft der Jo-Jo-Effekt auf. Schweizer Forscher haben das Phänomen erforscht: Nach einer Diät haben viele spätestens nach einem Jahr ein bis zwei Drittel des ursprünglich verlorenen Gewichts wieder auf den Rippen. Nach fünf Jahren wiegen die meisten wieder so viel wie zu Beginn der Diät, ein Drittel sogar mehr.

Warum der Jo-Jo-Effekt schädlich ist

Beim Abnehmen sorgt das Gehirn dafür, dass zuerst sogenannte gute Fette in der Unterhaut abgebaut werden, weil sie relativ wenig Energie besitzen. Erst später wird das schlechte Bauchfett abgebaut, weil es am meisten Energie hat - und die braucht das Gehirn, um zu funktionieren.

Bauchfett arbeitet wie ein eigenständiges Organ und produziert unter anderem Entzündungsstoffe, die Blutgefäße schädigen und einen plötzlichen Herztod auslösen können. Nimmt ein Mensch nach dem Abnehmen wieder zu, wird vermehrt Bauchfett im Körper angereichert und produziert Entzündungsstoffe. Damit steigt das Risiko für Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Jo-Jo-Effekt vermeiden

Wer ohne Risiko für Herz und Kreislauf abnehmen möchte, kann an einem professionellen Abnehmkurs teilnehmen, zum Beispiel in einem Adipositaszentrum. Dort lernen Betroffene, das Gehirn auszutricksen und gefährliches Bauchfett abzubauen. Neben einem kontrollierten Fettabbau ist Sport wichtig. Trainierte Muskeln können Stoffe ausschütten, die den gefährlichen Entzündungsstoffen des Bauchfetts entgegenwirken.

Interviewpartner

Interviewpartner im Beitrag:
Prof. Dr. Norbert Frey, Direktor
Klinik für Innere Medizin III – Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
Tel. (0431) 500-22 800, Fax. (0431) 500-22 804
Internet: www.uksh.de/kardiologie-kiel

PD Dr. Jens Aberle, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie/Diabetologie
Leiter Ambulanzzentrum des UKE GmbH, Fachbereich Endokrinologie
Martinistraße 52, 20246 Hamburg
Internet: www.uke.de

Prof. Dr. Morten Schütt, Ernährungsmediziner                                          
Praxis Diabetes plus - Diabetologische Schwerpunktpraxis
Koberg 4, 23552 Lübeck
Tel. (0451) 70 66 77, Fax (0451) 70 66 02
Internet: www.diabetes-luebeck.de

Dorit Roeper, Diplom-Oecotrophologin
Leitung Adipostaszentrum Groß-Sand
am Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3, 21107 Hamburg
Tel. (040) 75 205-307, Fax (040) 75 205-209
Internet: www.gross-sand.de

Weitere Informationen:
Deutsche Herzstiftung e. V.
Bockenheimer Landstraße 94-96, 60323 Frankfurt am Main
Tel. (069) 955128 0, Fax. (069) 955128 313
Internet: www.herzstiftung.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 29.11.2016 | 20:15 Uhr

Mehr Ratgeber

29:36

So isst der Norden: Das Beste vom Kürbis

15.10.2017 16:30 Uhr
Sass: So isst der Norden
44:11

Speiseöl im Alltagscheck

16.10.2017 21:00 Uhr
plietsch.
03:33

Ausflugstipp: Das Phänomania in Büsum

14.10.2017 18:00 Uhr
Nordtour