Stand: 21.01.2016 20:03 Uhr

Weniger Geld für Movimentos wegen VW-Krise

von Carmen Woisczyk
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Das Popkonzert im "KraftWerk" entfällt in diesem Jahr.

Die Einsparungen beim Volkswagen-Konzern wegen der Abgas-Affäre treffen nun auch das international renommierte Tanzfestival Movimentos der Autostadt in Wolfsburg. Gespart wird vor allem an Umfang und Organisation. So soll es sechs Veranstaltungen weniger als in den Vorjahren geben. Statt sechs Tanz-Companies werden nur fünf auftreten. Dadurch wird das Tanzfestival um eine Woche auf nunmehr nur noch fünf Wochen gekürzt. Auch auf das Popkonzert im "KraftWerk" müssen Besucher verzichten. In den vergangenen Jahren waren dort Musikgruppen wie Rammstein, Sting und Kraftwerk aufgetreten. So will die Autostadt insgesamt 20 Prozent des ursprünglich eingeplanten Budgets einsparen.

"Wichtiger als je zuvor"

Auf die künstlerische Qualität soll sich das aber nicht auswirken, beteuerte der Geschäftsführer der Autostadt, Otto F. Wachs, bei der Vorstellung des Programms. Die Movimentos-Festwochen seien ein kultureller Höhepunkt in der Region, ein "Leuchtturm mit Strahlkraft". Daran wolle man auch in Zukunft festhalten. Ans Aufhören denkt der Veranstalter also auch selbst dann nicht, wenn der Mutterkonzern Volkswagen in der Krise steckt. Im Gegenteil: "Die öffentliche Wirkung ist wichtiger als je zuvor", sagt Wachs. Die Autostadt sei eine wichtige Kommunikationsplattform des Volkswagen-Konzerns.

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