Stand: 20.09.2017 08:13 Uhr

Leben fern der Erde? Die Antwort scheint nah

Ob es Leben auf weit entfernten Planeten gibt? Eine Frage, die Astronomen bis 2030 beantwortet haben wollen. Doch bis es soweit ist, muss noch viel geforscht werden. Und da sind nach Ansicht von 400 Wissenschaftlern der Astronomischen Gesellschaft auch Wirtschaft und Politik gefragt. Die Forscher haben gemeinsam mit dem Rat deutscher Sternwarten am Dienstag bei ihrer Jahreskonferenz in Göttingen in einer Denkschrift konkrete Empfehlungen für das kommende Jahrzehnt formuliert. Auf der Konferenz, die noch bis Freitag stattfindet, diskutieren die Astronomen zudem über aktuelle Forschungsergebnisse.

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"Cassini" sendet letzte Signale

07.09.2017 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00 Uhr

Die Raumsonde "Cassini" hat ihre letzten Signale vom Saturn gesendet. Vor 20 Jahren hat die Sonde ihre Mission gestartet, um das System des Saturns zu erforschen. Video (01:30 min)

Gefordert wird: mehr Professuren, neue Förderinstrumente

Um in der Weltspitze mitmischen zu können, haben die Forscher Politik und Investoren einige Aufgaben ins Heft geschrieben: Der Präsident der Astronomischen Gesellschaft, Matthias Steinmetz, nannte als Beispiel das geplante Europäische Sonnen-Teleskop auf Teneriffa, an dem Wissenschaftler aus Göttingen schon jetzt federführend mitarbeiten. Angesichts der langen Laufzeiten solcher Projekte müsse sich Deutschland auch künftig weiter anstrengen, um die Spezialisten und das Know-How für Weltraummissionen und den Bau neuer Weltraum-Teleskope im Land zu halten. Dazu sei auch nötig, sich besser zu vernetzen und neue Förderinstrumente vor allem für Langzeitprojekte zu finden. Auch den wissenschaftlichen Nachwuchs haben die Astronomen mit ihrer Denkschrift im Blick. So fordern sie unter anderem mehr Universitätsprofessuren in schwach ausgebauten Bereichen - etwa die Suche nach Exoplaneten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.09.2017 | 19:00 Uhr

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