Stand: 28.01.2016 15:06 Uhr

Asse: Stilllegung soll rund 1.700 Jobs sichern

Seit Jahren pumpt der Staat Millionensummen in die Sanierung des maroden Atommülllagers Asse im Landkreis Wolfenbüttel. Doch dieses Geld sichert rund 1.700 Arbeitsplätze in ganz Deutschland. Das geht aus einem neuen Gutachten hervor. "Im Vordergrund bei den Ausgaben der öffentlichen Hand zur Stilllegung der Asse steht zu Recht die Sicherheit der Menschen in der Region. Parallel eröffnen sich damit in einer strukturschwachen Region aber auch neue Möglichkeiten und Perspektiven", sagte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, am Donnerstag in Hannover.

2015 kostet die Asse den Steuerzahler 117 Millionen Euro

König betonte, dass sich die 1.700 Jobs auf die für die Anlage zuständige Asse GmbH und auf externe Anbieter von benötigten Dienstleistungen sowie Gütern verteilten. Das Gutachten war auf Initiative Königs von der Asse-GmbH beim niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung in Auftrag gegeben worden. Die Stilllegung der Asse kostete den Steuerzahler allein 2015 fast 117 Millionen Euro.

In dem maroden früheren Bergwerk lagern derzeit rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Langfristig soll der strahlende Müll aus der Asse geborgen werden.

Weitere Informationen

Asse: Marodes Atommülllager unter der Erde

In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse II wurden knapp 126.000 Fässer radioaktiver Müll eingelagert. Weil Wasser eindringt und Einsturzgefahr besteht, soll das Lager geräumt werden. (21.11.2014) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.01.2016 | 16:00 Uhr