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Vitamine der D-Gruppe sind für die Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes und damit unter anderem für die Stabilität der Knochen verantwortlich. Die beiden wichtigsten D-Vitamine sind das pflanzliche Vitamin D2 und das tierische Vitamin D3. Mithilfe von UV-Strahlung stellt der Körper die Vitamine in der Haut selbst her, sodass sie im engeren Sinne nicht als Vitamine, sondern eigentlich als Hormone bezeichnet werden müssten.
Bei einem Tagesbedarf von fünf Mikrogramm kann ein gesunder Erwachsener bis zu 90 Prozent des Bedarfs bei ausreichender Sonneneinstrahlung durch Eigensynthese decken. Die Zufuhr durch Nahrungsmittel (Hering, Makrele, Fischleberöl, Fleisch, Eigelb, Milchprodukte und Avocado) spielt mit einem Anteil von etwa zehn Prozent nur eine untergeordnete Rolle.
Dennoch reicht die Vitamin-D-Versorgung durch Sonneneinstrahlung und Ernährung oft nicht aus. In Deutschland leiden über 60 Prozent der Kinder und knapp 60 Prozent der Erwachsenen an einem Vitamin-D-Mangel. Zu den Risikogruppen zählen insbesondere Senioren und Säuglinge. Mithilfe einer einfachen Blutuntersuchung lässt sich das Defizit aufdecken. Die Kosten in Höhe von etwa 25 Euro werden von den Krankenkassen allerdings nur in besonderen Fällen übernommen.
Ein Mangel an Vitamin D kann zu Knochenschwund und schmerzhaften Knochenbrüchen führen. Neueste Studien weisen darauf hin, dass die Gefahr für die Gesundheit weit größer ist, als bisher angenommen: Denn der Vitamin-D-Mangel scheint auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Infektionen, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar Krebs zu spielen.
Experten raten daher, bei einem Mangel 800 bis 1.000 Einheiten künstlicher Vitamin-D-Präparate am Tag einzunehmen. Dies sollte allerdings in Rücksprache mit dem Hausarzt geschehen, denn eine Überdosierung kann zu Kalziumablagerungen in Herz, Lunge, Nieren und Gefäßen führen. Präparate, die zum Beispiel in Drogerien oder Lebensmittelläden angeboten werden, haben 200 Einheiten. Hochdosierte Präparate gibt es nur in Apotheken. Bei Kalziumstoffwechselstörungen oder Nebenschilddrüsenerkrankungen sollte von einer Verabreichung von zusätzlichem Vitamin D abgesehen werden.
Prof. Dr. Michael Amling
Direktor des Institut für Osteologie und Biomechanik (IOBM) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
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Fax: (040) 741 05 58 25
Privat-Dozent Florian Barvencik
Leitender Oberarzt
Institut für Osteologie und Biomechanik (IOBM)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
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Prof. Dr. Dieter Flesch-Janys
Leiter der Krebsepidemiologie und des Krebsregisters
Hubertus-Wald-Tumorzentrum
Universitäres Cancer Center Hamburg
Martinistraße 52
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Autorin des Beitrags:
Anna Schubert