Die aktuellen Unwetter-Warnungen
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Niedersachsen ist von Orkantief "Joachim" weitgehend verschont worden. Die Polizei meldete kaum Schäden. Anders in anderen Teilen Deutschlands: In Süddeutschland sowie in Sachsen und Thüringen sorgten starke Schneefälle für Verkehrschaos auf den Straßen. In Rheinland-Pfalz und im Sauerland mussten Bahnstrecken vorübergehend gesperrt werden.
Ganz ohne Folgen blieb "Joachim" allerding auch in Niedersachsen nicht. Verschneite Straßen, querstehende Lkw, Räumfahrzeuge im Dauereinsatz - über den Brocken fegten Orkanböen der Windstärke elf. Alle Beschäftigten und Gäste wurden evakuiert. Auch die Harzer Schmalspurbahn stellte aus Sicherheitsgründen ihren Betrieb ein.
Auch in den übrigen Regionen gab es Behinderungen durch das Sturmtief. Ein kurzer, heftiger Schneeschauer sorgte etwa auf der Autobahn 2 bei Bad Nenndorf für Probleme. Dort lagen kurzzeitig fünf Zentimeter Schnee auf der Fahrbahn. Größere Unfälle gab es aber nicht. Das Orkantief "Joachim" fegte seit dem frühen Freitagnachmittag durch Niedersachsen. In den Regionen rund um Hannover, Hildesheim und Wolfsburg tobten Böen der Windstärke acht bis neun, an der Nordseeküste der Stärke sechs bis sieben.
Auch wenn der Sturm weitestgehend vorüber ist, warnt der DWD weiter vor Schneeverwehungen. Besonders heftig sind sie im Oberharz in Höhenlagen über 600 Meter. Für den Harz werde noch vor Schneefall und Windböen gewarnt. Auf dem Brocken könne es noch orkanartige Böen geben. Dort waren seit Freitagmorgen 54 Zentimeter Neuschnee gefallen.
Obwohl es im Laufe des Wochenendes immer wieder Schneeschauer im Harz geben soll, bestehen derzeit nur in den höheren Lagen ab 600 Metern Aussichten auf weiße Weihnachten. Denn Mitte kommender Woche setzt nach Angaben des DWD Tauwetter ein. Auf dem Brocken werde es vermutlich weiter schneien. Zum Ende der Woche ziehe bisherigen Aussichten zufolge ein neues Tiefdruckgebiet auf. Je nachdem, wie stark es ausgeprägt sein wird, bestünde auch in mittleren Lagen die Chance auf Neuschnee und damit auf weiße Weihnachten, sagten die Wetterexperten. "Diese Vorhersagen sind aber noch extrem unsicher." Am Wochenende soll es zudem kälter werden. "Joachim" ist der dritte schwere Herbststurm innerhalb einer Woche.
Während sich die Schäden hierzulande in Grenzen halten, hat der Sturm in der Nacht zu Freitag in Frankreich heftiger gewütet. Vor der Bretagne ist der 109 Meter lange Frachter TK Bremen mit 19 Mann an Bord gestrandet und leckgeschlagen. Die Besatzung des unter der Flagge von Malta fahrenden Schiffes wurde per Helikopter in Sicherheit gebracht. Da Öl ausläuft, haben die französischen Behörden Umweltalarm ausgelöst. In der Bretagne waren 30.000 Haushalte ohne Strom.
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