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Der Plenarsaal des niedersächsischen Landtages in Hannover © dpa Fotograf: Holger Hollemann
 
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Landtag streitet über Cannabis-Konsum

Die neue Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) legt im Landtag in Hannover seinen Amtseid ab. © dapd Fotograf: Nigel Treblin Detailansicht des Bildes Justizministerin Niewisch-Lennartz will die Strafverfolgung auf die Drogenhändler konzentrieren. (Archivbild) Die rot-grüne Landesregierung will neue Wege in der Drogenpolitik gehen. Erwartungsgemäß kontrovers haben die Abgeordneten im niedersächsischen Landtag über das Thema Cannabis debattiert. Die Niedersächsische Landesregierung wolle den Cannabis-Konsum weder dämonisieren noch verharmlosen, sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), die das Vorhaben von Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) verteidigte, die Grenze für den Eigenbedarf zu erhöhen. Die Strafverfolgung müsse sich auf diejenigen konzentrieren, die mit teils harten Drogen Handel treiben und damit schwere Schuld auf sich laden, begründete Niewisch-Lennartz den Vorstoß. "Rational justieren" müsse man dagegen die Strafverfolgung bei den Konsumenten. Die CDU kritisierte den Plan als Einladung an Jugendliche, Drogen zu konsumieren.

Landtag debattiert über Cannabis-Liberalisierung

Hallo Niedersachsen - 18.04.2013 19:30 Uhr

Die rot-grüne Landesregierung will neue Wege in der Drogenpolitik gehen und die Grenze für den Cannabis-Eigenbedarf erhöhen. Die Opposition ist nicht begeistert.

Einfluss der Strafverfolgung "nicht überschätzen"

"Wir werden uns für eine bundesweite Vereinheitlichung geringer Mengen von Cannabis einsetzen", sagte Niewisch-Lennartz weiter. Über die genaue Obergrenze der Eigenbedarfs-Menge müsse man sich ganz genaue Gedanken machen. Statt sechs Gramm für den Eigenbedarf wie in Niedersachsen und den meisten anderen Bundesländern, liegt die Grenze unter anderem in Nordrhein-Westfalen bei zehn Gramm. Als "skurril" bezeichnete die Ministerin die Situation, dass man bei Nachbarländern auf der einen Seite der Landesgrenze keine Probleme bekomme, auf der anderen Seite aber mit einem Strafbefehl rechnen müsse. Grundsätzlich dürfe man den Einfluss der Strafverfolgung auf den Drogenkonsum in einer Gesellschaft nicht überschätzen.

Weitere Informationen
Bernd Carstensen, stellv. Bundesvorsitzender und Pressesprecher des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.
 

Cannabis-Liberalisierung: "Ein falsches Signal"

Der Bundesverband der Kriminalpolizei fürchtet, dass der Umgang mit "weichen" Drogen verharmlost wird. Der Eigenbedarf soll laut Vize-Chef Carstensen nicht erhöht werden. mehr

Cannabispflanzen in einem Raum mit Heizkörpern und Ventilatoren. © Polizeiinspektion Lüneburg
 

Land will bei Cannabis großzügiger sein

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) will den Eigenverbrauch von Cannabis entkriminalisieren. Die komplette Freigabe des Haschischkonsums sei aber nicht geplant. (04.04.2013) mehr

Ein Mann raucht einen Joint. © picture alliance / dpa Fotograf: Anthony Picore
 
Video

CDU lehnt Entkriminalisierung von Cannabis ab

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) will den Eigenverbrauch von Cannabis entkriminalisieren. Die Opposition sieht in den Plänen ein fatales Signal an Jugendliche. (04.04.2013) mehr

Rot-Grün will Agrarförderung ändern

Die Agrarförderung war Thema am Morgen. Agrarminister Christian Meyer (Grüne) kündigte an, die Förderung neu strukturieren zu wollen. Hintergrund sind die befürchteten Kürzungen bei den EU-Fördermitteln. Durch eine Umverteilung der Fördermittel sollen vor allem bäuerliche Familienbetriebe gestärkt werden, so Meyer. Die ersten Hektar Anbaufläche sollen demnach stärker gefördert werden. CDU und FDP befürchten, dass Großbetriebe darunter leiden werden. In der laufenden Förderperiode wird es noch keine Änderungen geben. Niedersachsen bekommt im Bundesländer-Vergleich derzeit eine eher geringe Direktförderung.

Landesregierung verteidigt Südniedersachsenplan

Der Parlamentstag begann zunächst mit Dringlichen Anfragen. Die CDU-Fraktion wollte unter anderem wissen, was hinter dem angekündigten Südniedersachsenplan der Landesregierung steckt. Vor der Wahl hatte die SPD erklärt, den von Bevölkerungsrückgang und Überalterung gebeutelten Teil des Landes zu unterstützen - 100 Millionen Euro versprach die SPD. Doch die schwarz-gelbe Opposition ist sich sicher, dass es keine neuen Finanzspritzen geben wird. Damit breche vor allem die SPD ein Wahlversprechen. Das Gegenteil sei der Fall, betonte Ministerpräsident Weil. Rot-Grün plane weiterhin mit bis zu 100 Millionen Euro. Wie viel Geld tatsächlich in bestimmte Projekte fließt, hänge von den Fördertöpfen der EU ab. Diese Töpfe würden 2014 neu gefüllt und dann verteilt. Die Kritik der Opposition, finanzstarke Regionen würden künftig ausgeschlossen und weniger Fördergelder bekommen, wies der Ministerpräsident zurück.

Der Landtag am Mittwoch

Schwerpunktthemen am Mittwoch waren die Regierungserklärung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), in der Weil den Konsens bei der Endlagersuche verteidigte und die von der Regierungskoalition geplante Änderung des Schulgesetzes.

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Die Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen Stefan Wenzel und Anja Piel und SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil in Hannover. © dpa Fotograf: Julian Stratenschulte
 
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Nach den Koalitionsverhandlungen stehen die Namen für die Ministerposten in der rot-grünen Regierung fest. Fünf Ministerien werden von SPD-Politikern geleitet, vier von den Grünen.

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Kommentar
Eine Schülerin schreibt ins Heft.  Fotograf: Michael Gottschalk
 

Keine Schulform darf benachteiligt werden

17.04.2013 | 17:08 Uhr
NDR Info

Ein Kommentar von Dorothee Gerwald zu Plänen der niedersächsischen Landesregierung, die Gründung von Gesamtschulen zu vereinfachen. mehr

Die Plenarwoche im März

Mittwoch: Endlagersuche und Schulgesetz

Schwerpunktthemen im Landtag waren die Endlagersuche und die Schulreform. (17.04.2013) mehr


Keine Familien-Trennung bei Abschiebungen

Das hat Innenminister Pistorius am Donnerstag im Landtag angekündigt. (14.03.2013) mehr


Reformer Pistorius? Roma-Familie soll zurück

Die Mutter und ihre zwei Kinder aus Lüchow-Dannenberg sollen Visa bekommen. (13.03.2013) mehr


Landtag diskutiert Lebensmittelskandale

Weiteres Thema war das Steuerrecht für homosexuelle Paare. (13.03.2013) mehr

Abgeordnete von A - Z
Logo der Partei SPD © SPD
 
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Die Abgeordneten der SPD-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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Die Abgeordneten der SPD-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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Die Abgeordneten der Grünen-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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Die Abgeordneten der CDU-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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Die Abgeordneten der CDU-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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Die Abgeordneten der FDP-Fraktion im 17. Niedersächsischen Landtag.

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