Stand: 15.06.2017 09:12 Uhr

Die richtige Pflege für Rosen

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Rosen haben von jeher eine hohe Symbolkraft.

Die Rose, häufig auch als Königin der Blumen bezeichnet, ist fester Bestandteil der europäischen Gartenkultur. Sie besitzt eine hohe Symbolkraft - schon im Altertum stand sie unter anderem für die Liebe. Grundsätzlich wird zwischen Wildrosen und Kulturrosen unterschieden. Wildrosen sind züchterisch unbehandelt, haben keine gefüllten Blüten und bilden Hagebutten. Sie bieten Bienen und Hummeln ausreichend Nahrung. Kulturrosen sind das Ergebnis professioneller Kreuzung und Veredelung. Wer den richtigen Standort wählt und ein bisschen Zeit in Pflege und Schnitt investiert, hat eine prächtige, oft herrliche duftende Pflanze in seinem Garten. Das Angebot ist riesengroß.

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Im Juni und Juli zeigen Rosen ihre ganze Pracht, aber oft auch Blattkrankheiten und Wildtriebe. Experte Ole Beeker gibt Tipps, welche Gegenmittel und biologische Maßnahmen helfen.

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Der richtige Standort und ideale Bodenbedingungen

Für alle Rosen gilt: Sie benötigen einen sonnigen und luftigen Standort, das schützt vor Pilzkrankheiten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, nie direkt über die Blätter zu gießen, da sich sonst leicht Pilzsporen darauf ansiedeln. Wer bei praller Sonne gießt, riskiert außerdem, dass die Blätter verbrennen. Früh am Morgen vertragen die Rosen das abgestandene, im besten Fall lauwarme Wasser am besten. Dabei direkt im Wurzelbereich gießen. Wichtig: Staunässe vermeiden. Entsprechend sollte der Gartenboden wasserdurchlässig, tiefgründig, humos und am besten lehmig-sandig sein.

Beim Einpflanzen die Veredelungsstelle tief genug setzen

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Beste Pflanzzeit ist im Herbst, auch für wurzelnackte Rosen. Beim Einpflanzen von Kulturrosen unbedingt darauf achten, dass die Veredelungsstelle (prägnante Verdickung am Wurzelhals aus der der Edeltrieb wächst) mindestens fünf Zentimeter tief in der Erde ist. Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass die Wurzeln nicht geknickt werden. Vor dem Pflanzen die Rose ausgiebig wässern. In das Pflanzloch am besten etwas reifen Kompost oder Hornspäne geben, so wird die Pflanze mit Nährstoffen versorgt. Nach dem Einpflanzen die Rose kräftig gießen und im Herbst anschließend direkt circa 15 Zentimeter hoch mit Erde anhäufeln. Das schützt vor Wind und Frost. Den Erdhügel im Frühjahr wieder entfernen.

Darauf kommt es beim Rückschnitt an

Der wichtigste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das Frühjahr, der Umfang ist abhängig von der Rosenart. Auch im Sommer kann ein weiterer Rückschnitt mancher Rosen sinnvoll sein.

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Als Faustregel gilt: Ein starker Rückschnitt fördert einen starken Austrieb - ein schwacher Rückschnitt einen schwachen Austrieb. Geschnitten wird immer über einem nach außen stehenden Auge (Austrieb). Ausschließlich an diesen Augen bilden sich neue Triebe, denn nur dort laufen die Versorgungsbahnen der Pflanze. Kappt man diese, wird der Stängel nicht mehr versorgt, es entsteht Totholz. Die richtige Schnittstelle liegt deshalb einen halben bis einen Zentimeter über dem Auge.

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Ein schräger Schnitt sorgt dafür, dass Wasser vom sogenannten Auge weggeleitet wird und sich keine Krankheitserreger bilden können.

Die Rosenschere dabei leicht schräg ansetzen und den Trieb mit einer Bewegung abschneiden. Der schräge Schnitt garantiert, dass Gieß- und Regenwasser vom Auge weggeleitet wird und dort kein Nährboden für Krankheitserreger entsteht. Abgeschnittene Triebe und abgefallene Blätter immer sofort entfernen und am besten in den Müll und nicht auf den Kompost werfen. So können Rosenliebhaber sichergehen, dass keine Pilzsporen oder andere Erreger in den natürlichen Gartenkreislauf gelangen. Wichtig ist zudem, sauberes Werkzeug zu verwenden, damit keine Krankheitserreger auf andere Pflanzen übertragen werden. Die Rosenschere deshalb immer desinfizieren, zum Beispiel mit Reinigungsbenzin oder einem kleinen Brenner.

Die richtige Düngung

Rosen sollten zwei Mal im Jahr gedüngt werden. Los geht es - je nach Witterung - etwa Mitte März, wenn die Pflanze neu austreibt. Hier eignet sich organischer Dünger (bestehend aus pflanzlichen oder tierischen Inhaltsstoffen) wie reifer Kompost und Hornspäne. Dieser wird vom Boden nach und nach aufgenommen und versorgt die Pflanzen über einen längeren Zeitraum. Wichtig ist, dass der Dünger mehr Kalium als Stickstoff enthält. Eine zweite Düngung sollte im Juni nach der Hauptblüte erfolgen. Später im Jahr ist das Düngen nicht zu empfehlen, da die Neutriebe bis zum Winter nicht mehr richtig ausreifen und erfrieren können.

Mehltau, Sternrußtau und Co: Hilfe bei typischen Krankheiten

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Schwarze Flecken auf gelben Blättern: Sternrußtau ist eine typische Pilzkrankheit.

Schwarze Flecken auf gelben Blättern deuten bei der Rose auf Sternrußtau hin. Bei starkem Befall müssen die Blätter penibel entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Feuchte Bedingungen begünstigen die Ausbreitung des Pilzes, denn nach etwa sieben Stunden auf den nassen Blättern beginnen die Sporen zu keimen. Bei der Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln (Fungizide) in jedem Fall genau auf die Gebrauchsanweisung des Herstellers achten.

Zur Vorbeugung hilft ein rein biologisches Mittel - ein Sud aus Ackerschachtelhalm, mit der die Rosen im Frühling und Sommer besprüht werden.

Häufig sind Rosen zudem von Echtem Mehltau befallen. Hier gilt es ebenfalls, durch die Wahl eines optimalen Standorts der Krankheit vorzubeugen oder den Pilz mit natürlichen Mitteln wie Milch zu bekämpfen. Haben sich die Blätter der Rose eingedreht, haben sie wahrscheinlich einen Befall durch die Rosenblattrollwespe.

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