Stand: 13.06.2017 09:34 Uhr

Rosen im Sommer zurückschneiden und düngen

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Bei öfter blühenden Rosen sollte der Griff zur Schere in jedem Fall erfolgen - das fördert die neue Blütenbildung.

"Muss ich meine Rose zurückschneiden?", mag sich so mancher Hobbygärtner im Sommer fragen. Bei einmal blühenden Wildrosen können die verblühten Blüten ruhig stehen gelassen werden, denn hieraus entwickeln sich im Herbst die schönen Hagebutten. Wem die trockenen Blütenstände jedoch nicht gefallen, kann diese natürlich entfernen. Bei öfter blühenden Rosen sollte der Griff zur Schere aber in jedem Fall erfolgen, denn der Rückschnitt fördert die Blütenbildung. 

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Im Juni und Juli zeigen Rosen ihre ganze Pracht, aber oft auch Blattkrankheiten und Wildtriebe. Experte Ole Beeker gibt Tipps, welche Gegenmittel und biologische Maßnahmen helfen.

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Darauf kommt es beim Schneiden an

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Wildtriebe sollten so tief wie möglich entfernt werden.

Geschnitten wird unterhalb der alten Blüte, kurz über dem nächsten fünfblättrigen Trieb. Die Faustregel: Schwache Triebe stark zurückschneiden, starke Triebe dagegen nur schwach, da der Schnitt die Rose anregt, neue kräftige Triebe zu bilden, die dann wieder üppig blühen werden. Vor allem Wildtriebe sollten entfernt werden, da sie der Rose viel Kraft rauben. Sie treiben unterhalb der Veredelungsstelle am Wurzelhals aus. Die Blätter dieser Triebe haben eine andere Farbe, sind kleiner und bestehen aus bis zu acht Blattpaaren. Die wilden Triebe so tief wie möglich entfernen, sonst treiben sie immer wieder neu aus. Für diese Maßnahme vorsichtig die Erde um die Wurzeln entfernen und den Wildtrieb am besten herausreißen.

Warum überhaupt schneiden?

Lässt man die Rose einfach wachsen, wird sie zwar größer, aber auch insgesamt schwächer. Im Lauf der Jahre würden nur noch wenige Blüten erscheinen und die Pflanze wäre anfälliger für Schädlinge. Der richtige Schnitt sorgt also für eine gesunde, kräftig blühende Rose. Ausnahme: Die kletternde Rambler-Rose wird kaum geschnitten. Wenn überhaupt, lichtet man sie ein wenig aus und entfernt das Abgestorbene oder viel zu lang gewordene Triebe.

Scharfe und gefährliche Stacheln

Damit nicht nur die Rose, sondern auch deren Besitzer gesund bleibt, sollte er beim Schneiden auf jeden Fall geeignete Handschuhe tragen. Oft wird die Gefahr der Stacheln unterschätzt: Aus Verletzungen können sich schnell langwierige Entzündungen bilden. Das Schnittwerkzeug für die Rose kann dagegen nicht scharf genug sein: Um Quetschungen und somit Beschädigungen der Pflanze zu vermeiden, muss die Rosenschere gut geschliffen sein. Nur dann ist der Schnitt glatt und bietet keine zusätzliche Angriffsfläche für Schädlinge.

Empfehlenswert ist eine sogenannte Rosen-Präsentierschere. Sie kann einhändig verwendet werden und hält abgeschnittene Triebe oder Blüten fest. So wird das Verletzungsrisiko reduziert.

Spät im Jahr nicht mehr düngen

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Mit dem richtigen Dünger kommen Rosen wieder in Schwung.

Nach der ersten Blüte sollte die Rose gedüngt werden. Kompost oder anderer organischer Dünger eignen sich am besten. Dabei unbedingt auf die vom Hersteller empfohlene Menge achten, denn zu viel von dem darin enthaltenen Stickstoff macht die Rose krank. Die letzte Düngung sollte spätestens im Juli erfolgen. Dann sollte die Rose möglichst keine neuen Triebe mehr bilden. Sie würden den Winter nämlich nicht überstehen, da sie keine Zeit hatten, auszureifen und zu verholzen. Regelmäßiges Auflockern des Bodens verhindert, dass die Erde zu dicht wird, so kann das Wasser gut eindringen. Wer im Herbst noch pflanzen möchte, kann sich für wurzelnackte Rosen entscheiden.

Rosen richtig düngen und gießen

  • Rosen zweimal im Jahr düngen: zum Austrieb im Frühling und im Juni zur Hauptblüte, alternativ kann man speziellen Langzeitdünger verwenden
  • geeignet sind zum Beispiel spezielle Rosendünger oder organischer Dünger wie Hornspäne und Kompost
  • ab Ende Juli nicht mehr düngen, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen können
  • nur im Wurzelbereich gießen und Staunässe vermeiden
  • den Boden immer leicht feucht halten
  • die oberste Erdschicht vor erneutem Gießen abtrocknen lassen
  • frisch gepflanzte Rosen benötigen reichlich Wasser, bis sie angewachsen sind

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Dieses Thema im Programm:

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