Stand: 03.11.2015 12:05 Uhr

Obstbäume im Herbst pflanzen

Der Herbst ist eine gute Zeit, um Obstbäume zu pflanzen. Zuerst sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Größe der neue Baum haben soll. Im Fachhandel gibt es dabei viele Varianten, wie zum Beispiel Viertelstamm, halber Stamm oder hochstämmig.

Die Wahl der richtigen Sorte

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Am Obstbaum-Etikett können Sie Erntezeit und Fruchtbarkeit der Sorte ablesen.

Beim Kauf genau auf die Etiketten an den Bäumen achten. Dort gibt es viele wichtige Informationen. Neben der Sorte sind dort auch Erntezeit und die Baumsorten verzeichnet, von denen der Baum bestäubt werden kann. Also gucken Sie sich in Ihrer Nachbarschaft ruhig einmal um, welche Obstbäume dort stehen. Pflanzen Sie zum Beispiel den einzigen Apfelbaum weit und breit, sollten Sie eine selbstbestäubende Art wählen. Außerdem sollte sich an dem Baum ein kleiner Gesundheitspass befinden. Alle deutschen Baumschulen statten ihre Bäume damit aus. Dieses Siegel gibt die Garantie, dass Sie einen wirklich guten Baum kaufen.

Die richtige Düngemischung

Dann kann es mit dem Pflanzen losgehen. Das Pflanzloch sollte etwa 50 Mal 50 Zentimeter groß und etwas tiefer als der Wurzelballen sein. Für besonders gute Ergebnisse mischen Sie einen Eimer Hornspäne unter die Komposterde. Das ist Dünger, der den Obstbäumen Kraft gibt. Mit dieser Mischung kommt der frisch gepflanzte Obstbaum gut über den Winter. Die Inhaltstoffe lösen sich nur langsam aus den Hornspänen und so bekommt der Baum auch noch im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt, genau die Energie, die er braucht.

Der Schutz vor Wild und Wind

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Mit Mulch und Stützpfahl ist der junge Baum bestens auf den Winter vorbereitet.

Pflanzen Sie den Baum nicht tiefer, als der Wurzelballen ist. Die Veredelungsstelle sollte unbedingt an der Luft bleiben. Die Erde rund um die Wurzeln müssen Sie kräftig festtreten. Diesen Ring rund um den Baum können Sie mit Rindenmulch füllen, dann kann um den Baum herum nichts wachsen, was dem Baum die Nährstoffe raubt. Für einen extra Wachstumsschub, können Sie etwas Mist mit untermischen. Gerade im Herbst braucht der junge Baum etwas Halt. Ein Pfahl, etwa so hoch wie der Stamm, hilft ihm, dem Herbstwind zu trotzen. Auch vor hungrigem Wild sollten Sie Ihren kleinen Baum schützen. Den Fraßschutz für den jungen Stamm, können Sie aus Draht, Plastik oder auch natürlichen Materialien anfertigen.

Zu guter Letzt bekommt der junge Baum noch seinen Pflanzschnitt: Lassen Sie den kräftigsten Trieb stehen. Die Konkurrenz im Geäst wird ausgedünnt, sodass sich eine kräftige Krone ausbilden kann. So können Sie im nächsten Jahr vielleicht weniger, aber dafür große und saftige Früchte ernten.

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Dieses Thema im Programm:

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