Stand: 01.11.2016 13:12 Uhr

Der richtige Winterschutz für den Garten

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Frostschäden erkennt man mit dem Rindentest: Ist nach dem Abkratzen kein Grün mehr zu sehen, ist die Pflanze eingegangen

Wenn die ersten Nachtfröste kommen, müssen empfindliche Pflanzen auf dem Balkon und im Garten gegen Kälte geschützt werden. Ob ein Gehölz bereits frostgeschädigt ist, zeigt der Rindentest. Einfach mit einem scharfen Messer die Rinde anritzen. Ist darunter kein Grün mehr zu erkennen, ist die Pflanze eingegangen und wird sich nicht wieder erholen. Das passiert meist, wenn bei Frost zu lange die Sonne scheint: Die Blätter verdunsten Wasser, die Wurzeln können jedoch aus der gefrorenen Erde kein Wasser nachliefern. Diese sogenannte Frosttrockenheit kommt oft bei immergrünen Pflanzen vor. Als Sonnenschutz dienen im Handel erhältliche Reet- oder Weidematten, die um die Pflanze herumgestellt und mit Bambusstäben stabil gehalten werden. Wenn dort hinein noch Laub gefüllt wird, können Frost und Sonne der Pflanze nichts mehr anhaben.

Laub schützt Beete

Auch auf Beeten schützt Laub vor Frost. Die Schicht darf jedoch nicht zu dick sein, höchstens etwa fünf Zentimeter - sonst fault es schnell darunter. Wer vermeiden will, dass Herbststürme das Laub wieder durch den Garten wehen, beschwert es mit ein wenig Kompost. Jetzt freuen sich die Regenwürmer und Mikroorganismen und der Boden ist geschützt und bleibt gesund. Auf der Rasenfläche dagegen muss das Laub abgeharkt werden. Hier entsteht sonst Fäulnis, die den Graspflanzen schaden kann. Überschüssiges Laub landet auf Beeten oder im Kompost.

Kokos gegen Kälte

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Besonders praktisch sind diese Matten aus Kokosfasern: Sie können mehrmals verwendet werden.

Bereits vorgeschnittene Matten aus natürlichen Kokosfasern sind ein immer wieder verwendbarer Winterschutz, der nur ein wenig Geld kostet. Runde Matten eignen sich für Baumscheiben oder Kübel. Da die Fasern wasserdurchlässig sind, kann man ohne Weiteres darüber gießen. Doch mit dem Wasser muss man sparsam sein: Gerade bei Kübelpflanzen besteht sonst die Gefahr, dass das Gießwasser friert und der Topf kaputtgeht. Windgeschützte Orte wie an der Hauswand oder unter einer überdachten Terrasse verlängern die Zeit, bevor die Pflanzen im Kübel endgültig in die Winterruhe kommen.

Knollen müssen kühl gelagert werden

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Idealer Ort zum Lagern dieser Begonienknollen ist der Keller.

Begonien- und Dahlienknollen sollten aus der Erde genommen werden. Wer die Knollen im Beet hat, gräbt sie aus, schneidet die Stengel knapp zehn Zentimeter über dem Ballen ab, entfernt möglichst komplett die Erde am Wurzelballen und lagert sie bis zum nächsten Frühjahr in einer trockenen, mit Stroh oder Zeitungspapier ausgelegten Kiste an einem dunklen, kühlen Ort. In Ampeln oder Töpfen gesetzte Knollenpflanzen können dagegen auch darin bleiben - man entfernt höchstens das Grün und stellt das Gefäß ebenfalls an einen dunklen kühlen Ort. Das Gießen auf ein Mindestmaß beschränken, da die Knollen in der zu feuchten Erde sonst anfangen zu faulen.

Winterschutz

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 30.10.2016 | 19:30 Uhr

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