Stand: 04.03.2016 13:54 Uhr

Osnabrücker Giraffenbulle "Edgar" ist tot

Der Zoo Osnabrück trauert um "Edgar": Der Arthrose-geplagte Giraffenbulle ist am Donnerstagvormittag gestorben - früher als gedacht. Am Morgen hatten die Tierpflegerinnen die Giraffe liegend im Stall vorgefunden. Aufstehen konnte das 5,40 Meter große und 1,3 Tonnen schwere Tier nicht mehr. Ein schlechtes Zeichen: "Stehen Giraffen nicht mehr auf, bricht innerhalb von drei Tagen der gesamte Organismus zusammen", so der Zoo. Um "Edgar" unnötiges Leiden zu ersparen, sei das Zooteam zum Handeln gezwungen gewesen - "Edgar" wurde eingeschläfert. "Wir sind alle sehr traurig, diesen besonderen Giraffenbullen gehen lassen zu müssen", sagte Zoodirektor Michael Böer. "Aber als Tierhalter haben wir diese besondere Verantwortung."

Europas größte Giraffe eingeschläfert

Zustand verschlechtert sich rasch

"Edgar" wurde wegen seiner schmerzhaften Erkrankung seit Monaten intensiv behandelt. "Mit Wärme, homöopathischen Mitteln und Nahrungsergänzungsmitteln konnten wir immer wieder eine Verbesserung seines Zustandes erzielen", berichtete Böer. Dass sich sein Gesundheitszustand nun so rasch verschlechtern würde, damit habe niemand gerechnet. Wildtiere ließen sich Schmerzen oder Beeinträchtigungen eben nicht anmerken, damit die Fressfeinde nicht auf sie aufmerksam werden, weiß der Zoodirektor.

Sanftmütiger Riese

"Edgar" wurde 1999 in Amsterdam geboren und lebte seit Mai 2000 im Osnabrücker Zoo. Er zeugte 16 Kinder und hatte bereits mehrere Enkelkinder. "'Edgar' war ein sehr sanftmütiger Riese, was für Giraffenbullen eher ungewöhnlich ist. Die können auch schon mal gezielt ausschlagen oder treten", sagte die Leiterin des Giraffenreviers, Petra Kunze. Giraffen können in menschlicher Obhut bis zu 25 Jahre alt werden - die Bullen erreichen dieses Alter jedoch selten.

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