Stand: 12.01.2016 15:19 Uhr

Bistum Osnabrück rechnet mit mehr Steuereinnahmen

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Noch schlagen sich die Kirchenaustritte nicht auf die Finanzen des Bistums nieder. (Archiv)

Der guten Konjunktur hat es das Bistum Osnabrück zu verdanken, dass es in diesem Jahr mit zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 6,8 Millionen Euro rechnen kann. Die stabile Wirtschaftslage sichert der Diözese millionenschwere Kirchensteuern, die angesichts der vielen Austritte sonst nicht mehr zu erwarten wären. Finanzdirektor Joachim Schnieders ist trotzdem vorsichtig was die Zukunft betrifft. Etwa eine Million Euro will er auf die hohe Kante legen. Es könne immer etwas Außergewöhnliches passieren, sagte er. Angesichts der vielen Kirchenaustritte, sei es nicht weltfremd, davon auszugehen, "dass die Menschen, die heute aus der Kirche austreten werden - wenn es sich um junge Leute handelt - kaum selbst ihre Kinder taufen lassen werden."

Gesamtvolumen liegt bei etwa 162 Millionen Euro

Mittel- bis langfristig sei daher wohl auch mit einem Rückgang bei den Steuereinnahmen zu rechnen, so der Finanzdirektor. Das Gesamtvolumen des Haushalts liege 2016 bei 161,5 Millionen Euro. Davon kommt fast ein Drittel den Kirchengemeinden zugute, wo vor allem die Personalkosten tariflich angestiegen seien. Zudem würden wegen der rückläufigen Priesterzahl auch vermehrt Laien beschäftigt, die in vielen Fällen teurer seien.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.01.2016 | 12:00 Uhr