Stand: 22.01.2016 08:01 Uhr

Siemens baut 200-Millionen-Werk in Cuxhaven

Am Offshore-Hafen in Cuxhaven entsteht das neue Siemens-Werk.

Der Elektronik-Konzern Siemens will ab 2017 in der Nähe des Offshore-Hafens in Cuxhaven Antriebsgondeln für Windkraftanlagen produzieren - und investiert dafür 200 Millionen Euro. Wie Siemens am Donnerstagabend auf einer Informationsveranstaltung angekündigte, ist eine elf Hektar große Gewerbefläche am neuen Werk geplant. Die Bauarbeiten laufen bereits. Mit dem neuen Produktionswerk werden sich laut Siemens auch weitere große Zulieferbetriebe auf dem Gelände ansiedeln. Welche Zulieferbetriebe genau auf das 24 Fußballfelder große Gelände kommen sollen, ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen führe dazu gerade konkrete Gespräche vor allem im Bereich der Logistik, sagte ein Konzernsprecher.

2.000 Pfähle sollen Werkhalle tragen

Am Donnerstagabend informierte der Cuxhavener Siemens-Werkschef Thorsten Granzow gemeinsam mit Cuxhavens Oberbürgermeister Ulrich Getsch (parteilos) rund 200 Bürger über den Stand der Bauarbeiten. Demnach sind zurzeit 50 Bauarbeiter im Einsatz. Sie verdichten den Baugrund: Mithilfe von vier Seilzugkränen lassen sie ein 20-Tonnen-Gewicht immer wieder aus 20 Metern Höhe auf den Sandboden donnern. Hier sollen mehr als 2.000 Pfähle die Werkhalle tragen.

Bauarbeiten, bei denen die Erde erzittert

Produktionsbeginn im kommenden Jahr

Die offizielle Grundsteinlegung für das neue Siemens-Werk ist für Juni geplant. Das Werk in Cuxhaven wird laut Siemens die erste industrielle Fertigungsanlage für Komponenten von Windkraftanlagen auf hoher See sein. Es soll im Dreischicht-Betrieb rund um die Uhr gearbeitet werden. Insgesamt sollen auf dem Gelände 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Cuxhaven hat mit der Windkraftbranche in der Vergangenheit indes nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Im Frühjahr 2013 stellte das Windkraftunternehmen Bard seine Produktion ein. Mehr als 200 Menschen verloren ihre Anstellung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.01.2016 | 08:00 Uhr