Stand: 08.05.2017 12:13 Uhr

Geflügelpest auch in Garrel und Bösel überstanden

Die Geflügelpest ist nun auch in den besonders betroffenen Gemeinden Garrel und Bösel im Landkreis Cloppenburg offiziell überstanden. Das hat eine Sprecherin des Landkreises gegenüber NDR 1 Niedersachsen bestätigt. Damit sind auch in den letzten Sperrgebieten von Dienstag an alle Restriktionen wie Stallpflicht und das Verbot von Neueinstallungen aufgehoben. In anderen Teilen Niedersachsens war die generelle Stallpflicht schon bis spätestens Ende April aufgehoben worden.

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800.000 Tiere werden getötet

Fast ein halbes Jahr hatte die Geflügelpest im Land gewütet. Immer wieder tauchte das hochansteckende H5N8-Virus in Geflügelställen auf. Immer wieder mussten neue Sperrbezirke eingerichtet werden. Für die Landwirte war es eine schwierige Zeit: Viele verloren ihre gesamten Bestände, noch mehr mussten ihre Aufzucht unterbrechen oder durften ihre Freilandhühner nicht mehr nach draußen lassen. Die Bilanz: Rund 800.000 Tiere, darunter überwiegend Puten, wurden getötet und anschließend entsorgt.

 

Tierseuchenkasse zahlt 17 Millionen Euro

Für einen Teil der Verluste - rund 17 Millionen Euro - ist die Tierseuchenkasse aufgekommen. Insgesamt werden die Kosten aber auf rund 40 Millionen Euro geschätzt. Auch das Land übernimmt schätzungsweise sieben Millionen Euro der Kosten.

Noch immer ist der genaue Infektions- und Verbreitungsweg unklar. Zwischen Niedersachsen und dem Landkreis Cloppenburg war es deswegen zu einem Streit gekommen. Das Land hatte Geflügelhaltern vorgeworfen, zu nachlässig mit der Seuchengefahr umgegangen zu sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.05.2017 | 12:00 Uhr

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