Stand: 09.09.2013 14:04 Uhr

Dreisten Holzdieben mit GPS auf der Spur

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Klein wie eine Streichholzschachtel: Von GPS-Sendern erhoffen sich die Landesforsten Erfolge bei der Diebessuche.

Bahnschienen, Kupferkabel oder gar Skulpturen - Meldungen über kuriose Metalldiebstähle verwundern heute nur noch wenig. Ein Rohstoff, der mittlerweile ebenfalls mehr und mehr ins Visier Krimineller geraten ist, überrascht auf den ersten Blick: Holz. 170.000 Euro Schaden ist den niedersächsischen Landesforsten in den vergangenen drei Jahren durch Holzdiebstahl entstanden. Mit versteckten GPS-Sendern will man den Dieben jetzt auf die Spur kommen.

Alarm per E-Mail

"Die Sender sind unsichtbar in einen Stamm eingearbeitet", sagt Michael Rudolph von den Landesforsten. Die Mini-Sender sind so groß wie eine Streichholzschachtel. Wo genau sie sich befinden, will Rudolph aber nicht verraten. In einem Haufen von Baumstämmen ist er versteckt, wird er bewegt, bekommt der Revierförster eine E-Mail. Am Computer lässt sich die Route des Diebesguts dann verfolgen.

Diebstahl mit dem 40-Tonner

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Mit GPS sollen diejenigen Kriminellen gefasst werden, die Holzdiebstahl im großen Stil betreiben.

Die neue Technik haben sich die Landesforsten 24.000 Euro kosten lassen. Gezielt sollen diejenigen aufgespürt werden, die offenbar so dreist sind, dass sie sich nicht scheuen mit einem 40-Tonner in den Wald zu fahren und Diebesgut aufzuladen. Getrackt wird vorerst ausschließlich wertvolles Bau- und Möbelholz. "Bei Kaminholz lohnt sich der Einsatz der GPS-Technik noch nicht", sagt Rudolph.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.09.2013 | 12:00 Uhr