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Der neue Landwirtschaftsminister Christian Meyer strebt Veränderungen in der Agrarindustrie an.
Riesen-Schlachthöfe in Niedersachsen wie etwa der Wiesenhof-Betrieb in Wietzen (Landkreis Nienburg) werden künftig auf Subventionen vom Land verzichten müssen. Das kündigte der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe) an. Subventionen für solche Riesenanlagen führten zu Überkapazitäten und erhöhten den Preisdruck in Richtung billig, begründete Meyer sein Vorhaben. Die Förderung solle stattdessen auf bäuerliche Familienbetriebe konzentriert werden. "Großbetriebe brauchen keine Subventionen", sagte Meyer der Zeitung. Zudem strebt Meyer ein Mindestlohngesetz an, nach dem künftig nur noch Betriebe gefördert werden, die einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro zahlen.
Unterdessen hat das Fleischwarenunternehmen Weidemark mit Sitz in Sögel (Landkreis Emsland) angekündigt, seine Kapazitäten zu erhöhen. Seit einem Jahr hat Weidemark die Genehmigung, 85.000 Tiere pro Woche zu schlachten. Künftig sollen es noch einmal 20.000 Schweine mehr sein. Bauliche Veränderungen werde es nicht geben, sagte ein Sprecher des Unternehmens NDR.de. Die Produktionsmöglichkeiten seien vorhanden und sollten künftig schrittweise ausgebaut werden. "Wir glauben, dass der Markt dafür da ist", so der Sprecher.
Im Schlachthof der Firma Weidemark in Sögel sollen bald 100.000 Schweine pro Woche geschlachtet werden. (Archivbild)
In einer sogenannten Antragskonferenz stellte der Schlachthof allen beteiligten Behörden seine Pläne vor. Firmenleitung und Vertreter unter anderem der Gewerbeaufsicht, der Samtgemeinde Sögel und des Landkreises Emsland legten in der Konferenz erste Eckdaten fest. Nach Angaben von Hans Nowak, Erster Samtgemeinderat von Sögel, ging es dabei um Auflagen zum Arbeits-, Verbraucher- Abwasser- und Immissionsschutz. Wahrscheinlich werde Weidemark den Antrag Ende März für das Genehmigungsverfahren beim Landesgewerbeaufsichtsamt einreichen. Frühestens sechs Monate später sei mit einer Entscheidung zu rechnen, so Nowak.
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