Oma bleibt in Thailand
Viele Senioren wie Ute S. aus Buxtehude entscheiden sich für einen Lebensabend in Südostasien. Wie geht es ihnen in ihrer neuen Heimat? Welche Probleme gibt es? mehr
Ein Leben im Alter im Kreise der Familie - das ist inzwischen längst nicht mehr allen vergönnt. Viele alte Menschen verbringen ihren Lebensabend inzwischen in einem Alters- oder Pflegeheim. Aber das kostet viel Geld, und so entwickelt sich zurzeit ein neuer Trend: das Altersheim in der Ferne.
Zur Zeit entwickelt sich ein neuer Trend: das Altersheim in der Ferne. Denn viele alte Menschen können sich ein Alters- oder Pflegeheim in Deutschland nicht mehr leisten.
Die 90-jährige Margot Reich aus dem Harz ist diesen Weg gegangen und lebt seit einiger Zeit am Balaton in Ungarn. Der Schritt ist ihr nicht leicht gefallen: Mit dem Umzug hat sie nicht nur ihre vier Wände gewechselt, sondern lebt nun in einem völlig fremden Land. Dementsprechend schwierig war für sie die Eingewöhnung. Sie fühlte sich fremd - und heimatlos. Doch inzwischen hat sie sich eingelebt. Im Heim spricht man Deutsch, sie hat andere deutsche Mitbewohner - und sie kann es sich leisten!
1.500 Euro zahlt sie monatlich für ihr Leben am Plattensee. In Deutschland müsste sie mehr als das doppelte zahlen, eine Summe, die sie unmöglich aufbringen könnte. Dieses Schicksal teilt sie mit immer mehr Alten und Pflegebedürftigen in Deutschland. Denn die Pflegeversicherung deckt immer seltener die Kosten in den Heimen, der Eigenanteil wächst.
Für die Politik kein Problem, denn häufig sei durchaus genug Geld da. Kinder und Angehörige hätten oftmals vor allem ein Interesse das eigene Erbe zu schonen, sagt zum Beispiel CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn. Der Pflegerat hingegen spricht von "sozialem Sprengsatz", vom Vertrauensverlust einer Generation. Immerhin hätten die Menschen Leistungen für den Staat erbracht und dieser entzöge sich nun seiner Verantwortung.
Am Balaton kann Margot Reich mit der Situation inzwischen ganz gut umgehen. Sie hat Programm, Gymnastik, Massage, Zuwendung - alles im Preis inbegriffen. Und sie hat soziale Kontakte, fast mehr als zu Hause. Ihre Freunde waren gestorben oder zu alt und zu wenig mobil für Besuche. Hier sind die Bekannten im Hause und die Familie, die Tochter aus Süddeutschland, die Enkel aus Wien kommen zum Glück auch nach Ungarn - regelmäßig.
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Nuja
Würde ich jetzt nicht sagen... Wovon soll man denn leben in der Zeit? Soll man seinen Job mit ca. 35-50 Jahren an den Nagel hängen, nur weil die Eltern alt und krank sind? Danach findet man doch nie... [mehr]
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Ich muss sagen: Endlich mal ein differenzierter Beitrag zu diesem "Aufreger"-Thema. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch grau. Das hat Frau Soliman sehr sanft und gleichzeitig... [mehr]
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