Stand: 30.03.2016 14:57 Uhr

Schlafende Lkw-Fahrer behindern Rettung

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 bei Osnabrück ist ein Lkw-Fahrer in der Nacht schwer verletzt worden. Doch bis alle Rettungs- und Einsatzkräfte vor Ort waren, verging offenbar mehr Zeit als notwendig. Der Polizei zufolge hatten einige Lkw-Fahrer zunächst keine Rettungsgasse gebildet. Der Grund: Viele Fahrer waren im Stau eingenickt - laut Polizei konnten weder Blaulicht noch Martinshorn sie wecken. Die Einsatzkräfte hätten an den einzelnen Kabinen anklopfen und die schlafenden Fahrer wecken müssen, so ein Polizeisprecher: "Das hat den Ablauf stark behindert."

Laster schleudert über mehrere Fahrbahnen

Bei dem Unfall war laut Polizei ein 39-jähriger Fahrer mit dem Laster von der Straße abgekommen. Als der Fahrer versuchte, den Lkw wieder auf die Fahrbahn zu steuern, verlor er die Kontrolle über den Laster und schleuderte über alle drei Fahrstreifen. Dabei riss auch der Tankauflieger von der Zugmaschine ab und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Zugmaschine kam auf dem Hauptfahrstreifen zum Stillstand. Der schwer verletzte Fahrer musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf 100.000 Euro.

Fahrzeug wird geborgen

Nach dem Unfall war die Autobahn zunächst zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Nord und Hafen in Richtung Münster komplett gesperrt. Die Reinigungsarbeiten hatten bis in den Nachmittag hinein gedauert. Der Verkehr war über einen Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet worden.

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Regional Osnabrück | 30.03.2016 | 06:30 Uhr