Stand: 10.02.2014 06:56 Uhr

Hasbergen stimmt gegen neues Ortszentrum

Beim Bürgerentscheid in der Gemeinde Hasbergen (Landkreis Osnabrück) hat sich die Mehrheit gegen ein neues Ortszentrum ausgesprochen. In der 11.000 Einwohner-Kommune war der Bau eines neuen Rathauses, eines Veranstaltungssaals mit Gaststätte, einer Polizeistation und einer Bank geplant gewesen. 2.781 Einwohner lehnten die Pläne ab, nur 1.582 stimmten dafür. Damit triumphierte eine Bürgerinitiative, die sich vor allem dagegen gewehrt hatte, Steuergelder für das Projekt auszugeben. Die Gemeinde hatte mit Baukosten von etwa 3,8 Millionen Euro gerechnet.

Bürgerinitiative macht gegen Neubau mobil

Bürgerinitiative für private Investoren

"Nun sollte man sich neu orientieren", sagte Rolf Steenhusen von der Bürgerinitiative "Neue Mitte Hasbergen". Er werde als Mitglied des Rates den Vorschlag machen, ohne ein neues Rathaus weiterzumachen. Auch die Bürgerinitiative will neues Zentrum für die Gemeinde, die bisher keinen zusammenhängenden Ortskern hat. Aber ihrer Meinung nach sollten private Investoren zum Beispiel für ein Gasthaus, einen Biergarten, ein Café und eine Eisdiele gefunden werden. Da die Bürger das neue Zentrum nach dem Ratskonzept abgelehnt haben, muss das Bauprojekt nun für mindestens zwei Jahre auf Eis gelegt werden.

Niederlage für Befürworter des Neubaus

Bürgermeister Frank Stiller (SPD) wollte den Bau unbedingt durchbringen. Besonderen Wert legte er dabei auf ein modernes Rathaus. "Das bisherige mit Bauabschnitten aus den Dreißigern, Siebzigern und Achtzigern ist noch nicht einmal barrierefrei", sagte Stiller vor dem Bürgerentscheid. Der langjährige Gemeinderat Alex Drews gründete kurzerhand sogar die Gegeninitiative "Ja, für eine neue Mitte in Hasbergen" und sammelte mehr als 700 Unterschriften. Die Mehrheit der Bürger in Hasbergen konnte er aber, wie das Abstimmungsergebnis eindeutig zeigte, nicht hinter sich bringen.

 

 

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 09.02.2014 | 19:30 Uhr