Stand: 19.03.2017 16:11 Uhr

Blindgänger in Osnabrück erfolgreich entschärft

Aufatmen in Osnabrück: Am Sonntagmittag ist gegen 14.30 Uhr eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich geräumt worden. "Die Entschärfung verlief problemlos und deutlich schneller als erwartet", sagte Stadtsprecher Jürgen Wiethäuper gegenüber NDR.de. Der Blindgänger habe in viereinhalb Metern Tiefe in der Erde gesteckt und zwei konventionelle Zünder gehabt, die von den Experten des Kampfmittelräumdienstes ohne größere Schwierigkeiten unschädlich gemacht werden konnten. Erst gegen 13.15 Uhr hatte der Sprengmeister grünes Licht für die Freilegung der Bombe bekommen.

Entschärfung von Weltkriegsbombe gelingt zügig

Einsatzkräfte klingeln an jeder Tür

Rund 8.000 Menschen konnten nach der Räumung in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Sie hatten das Sperrgebiet in den Stadtteilen Schinkel, Schinkel-Ost und Fledder bis 10 Uhr verlassen müssen. Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei führten bis 13 Uhr eine Nachkontrolle durch. Sie klingelten an sämtlichen Türen, um sicherzustellen, dass sich keine Menschen mehr in dem betroffenen Gebiet aufhalten. Dabei seien noch einige Personen angetroffen worden, so Wiethäuper. Es habe aber keine größeren Probleme gegeben. Bereits im November war in Schinkel eine Fliegerbombe entdeckt und entschärft worden.

Evakuierungszentrum in Gesamtschule

Erleichtert wurde die Evakuierung dadurch, dass keine Krankenhäuser oder Altenheime betroffen waren. "Wir hatten lediglich 20 Anmeldungen für Transporte von Rollstuhlfahrern oder bettlägerigen Personen", sagte Wiethäuper. Als Sammelunterkunft diente die Gesamtschule Schinkel an der Windthorststraße 79-83, wo die Aula und die Gemeinschaftsräume für die ausquartierten Bürger zur Verfügung standen. Die Stadt organisierte hier in Zusammenarbeit mit mehreren Hilfsorganisationen zudem eine Essensausgabe.

Züge nach Hannover machen Zwangspause

Im Evakuierungsbereich lag auch eine Bahnstrecke, der Verkehr in Richtung Hannover wurde um 12.30 Uhr vorübergehend eingestellt. Die Bundesstraße 33 blieb offen, es wurde allerdings die Ausfahrt Lüstringen in Fahrtrichtung Bielefeld gesperrt.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 19.03.2017 | 19:30 Uhr

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