Stand: 04.02.2016 16:11 Uhr

"Aquarius" soll Flüchtlinge vorm Ertrinken retten

Jede Woche erreichen uns Meldungen von ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer - laut der Internationalen Organisation für Migration sind dort allein im Januar 368 Menschen gestorben. Die zivile Hilfsorganisation "SOS Méditerranée" hat am Donnerstag deshalb von Bremerhaven aus das Rettungsschiff "Aquarius" ins Mittelmeer geschickt. Das ehemalige Fischereischutzboot soll auf der zentralen Seeroute von Libyen nach Lampedusa und Sizilien Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahren. An Bord sind auch Mediziner der Hilfsorganisation "Ärzte der Welt", die die Flüchtlinge versorgen sollen. Geplant ist, dass die Rettungseinsätze Ende Februar beginnen.

Fischereischutzboot wird zu Rettungsschiff

"Die gefährlichste Fluchtroute der Welt"

Das ehemals in Cuxhaven eingesetzte Fischereischutzboot ist 77 Meter lang und hat einen roten Rumpf und weiße Aufbauten. Es ist mit zwei schnellen Beibooten, einer Rettungsinsel und einer Krankenstation ausgerüstet und kann bis zu 500 Menschen unter Deck aufnehmen. Leiter und Initiator der Mission ist Kapitän Klaus Vogel. Für ihn ist die Fluchtroute zwischen der Küste Libyens und den italienischen Inseln Lampedusa und Sizilien die gefährlichste der Welt. Vogel und seine 20-köpfige Mannschaft wollen drei Monate lang auf See Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.02.2016 | 14:00 Uhr