Stand: 04.10.2017 12:28 Uhr

VW plant Logistikzentrum am JadeWeserPort

Auf dem Gelände des Tiefwasserhafens JadeWeserPort soll offenbar ein neues Logistikzentrum entstehen.

Fünf Jahre nach seiner Eröffnung steht der JadeWeserPort vor einem neuen Projekt: VW will auf dem Gelände des Tiefwasserhafens ein neues Logistik-Zentrum für den chinesischen Markt bauen. Zunächst soll es um Autoteile gehen, angedacht ist nach NDR Informationen aber auch der Transport von ganzen Autos. Eine 40.000 Quadratmeter große Halle soll bereits im nächsten Jahr gebaut werden, 150 Arbeitsplätze sollen entstehen. Dies bestätigte ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums. Zuvor hatte die Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (NWZ) über das Projekt berichtet.

Lies spricht von "Meilenstein", Zurückhaltung bei VW

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hatte die geplante Kooperation gegenüber der "NWZ" bestätigt. Erste Verträge sind demnach bereits unterzeichnet, das Projekt, an dem die FAW-Volkswagen in China und die chinesische Staatsreederei Cosco beteiligt seien, befinde sich auf der Zielgeraden. Lies spricht bereits von einem "Meilenstein für die weitere Entwicklung des Tiefwasserhafens." Bei VW und beim JadeWeserPort gibt man sich dagegen zurückhaltender: Man sei in intensiven Gesprächen, ein Vertrag sei aber noch nicht unterschrieben.

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Transport von ganzen Autos angedacht

Bereits ab 2018/19 sollen pro Jahr bis zu 18.000 Container in einem zusätzlichen Liniendienst nach China verschifft werden. Der lange als Verlustbringer geltende JadeWeserPort könnte davon erheblich profitieren: Wie ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums gegenüber dem NDR sagte, könnte der Tiefwasserhafen durch die neue Kooperation die Marke von einer Millionen verschiffter Container erreichen. Der Container Terminal ist für einen Jahresumschlag von 2,7 Millionen Standardcontainern (TEU) ausgelegt.

Folgen für zwei VW-Standorte

Nach NDR Informationen geht es zudem perspektivisch nicht nur um Autoteile: Angedacht ist die Ausweitung auf den Transport von ganzen Autos in Containern - von und nach China. Dies könnte konkret Folgen für zwei VW-Standorte in Antwerpen und Duisburg haben. Bislang lief das China-Geschäft von VW vorwiegend über diese beiden Häfen. Keine Auswirkungen sind dagegen für den Standort Emden zu erwarten: Dort wurden bislang Autos nach Nord- und Südamerika sowie nach Europa verschifft. Dies soll laut NDR Informationen auch so bleiben. Der VW-Konzern, der nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als jedes dritte Auto über den Seeweg verschifft, hatte erst vor wenigen Tagen in Emden das Logistikzentrum um 10.000 neue Stellplätze erweitert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.10.2017 | 08:00 Uhr

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