Stand: 19.02.2016 09:02 Uhr

"Ovation of the Seas" wartet auf letzten Schliff

Erste Nacht für die "Ovation of the Seas" unter freiem Himmel. Das neue Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft hat am Donnerstag das überdachte Baudock in Papenburg verlassen. Zentimeter für Zentimeter zogen Schlepper den 348 Meter langen und 41 Meter breiten Luxusliner aus der Halle - ein Spektakel für Schiffs-Fans. Jetzt liegt die "Ovation" an der Pier, wo sie ihren Schornstein und weitere Ausrüstung erhalten soll. Nach Angaben der Werft wird dort bei günstigen Wetterverhältnissen auch die Aussichtsgondel montiert. Noch bis Mitte März liegt das Kreuzfahrtschiff im Werfthafen. Dann ist die Überführung durch die Ems bis zur Nordsee geplant. Anschließend wird der Kreuzfahrtriese an die US-amerikanische Reederei Royal Caribbean übergeben.

Zwei weitere Schiffe folgen 2019 und 2020

Die Arbeiten an der "Ovation of the Seas", deren Schwesterschiffe "Anthem of the Seas" und "Quantum of the Seas" 2014 und 2015 fertiggestellt wurden, haben am 5. März 2015 mit der Kiellegung begonnen. Für Royal Caribbean Cruises ist das jüngste Schiff aber nur eine Etappe: Für 2019 und 2020 sind bereits zwei weitere Exemplare der Quantum-Klasse bestellt. Das Schiff ist 41,4 Meter breit, 348 Meter lang und fährt mit maximal 22 Knoten über die Weltmeere. Es verfügt über 18 Decks und bietet Platz für 4.188 Passagiere in 2.094 Kabinen. Die Reederei verweist stolz auf die luxuriöse Ausstattung des Schiffes: Virtuelle Balkone in den Innenkabinen, eine 90 Meter hohe Aussichtsgondel, eine Autoscooter-Halle und ein Fallschirmspring-Simulator sollen die Gäste auf hoher See unterhalten.

Leinen los - die "Ovation" schwimmt sich frei

Kritik an Umweltbilanz

So faszinierend die Ozeanriesen sind - immer wieder zu Kritik veranlasst ihre Umweltbilanz. Denn der hohe Energieverbrauch der Schiffe speist sich weitgehend über wenig umweltfreundliches Schweröl, und auch die Abgase werden vielfach nicht mit den neuesten Techniken gefiltert. BeimNABU-Ranking 2015 landeten mehrere Royal-Caribbean-Schiffe, darunter auch die "Ovation of the Seas", aus beiden genannten Gründen auf den hinteren Plätzen.