Stand: 26.05.2014 14:54 Uhr

Neuartiger Seenotkreuzer auf Kiel gelegt

Sie heißen "Vormann Steffens", "Hermann Helms" oder "Alfred Krupp" - die Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sechs Schiffe gehören der sogenannten 27,5 Meter Klasse an, der drittgrößten Klasse bei der DGzRS. Doch sie sind in die Jahre gekommen, neue moderne Spezialschiffe sollen sie ablösen. In der Fassmer Werft in Berne (Landkreis Wesermarsch) ist am Montag der erste Nachfolger auf Kiel gelegt worden. Dabei ist eine Jubiläumsmünze der DGzRS eingelassen und verschweißt worden. "Die soll Glück bringen, das ist Tradition bei der DGzRS", sagte Sprecherin Antke Reemts.

4.000 PS für die neue Klasse

Es ist der Beginn einer neuen Ära bei den Seenotkreuzern. Die zum Teil 30 Jahre alte Flotte wird nach und nach durch die neue Klasse ersetzt. "Der neue Typ ist etwas länger, hat ein breiteres Heck und die Brücke ist leicht nach vorne gerichtet", so Reemts. Dadurch liege das Schiff stabiler im Wasser und könne besser manövriert werden. Angetrieben wird es von einem knapp 4.000 PS starken Motor und kann bis zu 45 Stundenkilometer schnell werden.

Taufe zum 150-jährigen Jubiläum

Zudem soll sich der Kreuzer aus jeder Lage selbst aufrichten können. Ein kleineres Tochterboot gehört ebenfalls zur Ausstattung dazu. Damit können die Besatzungsmitglieder Ertrinkende schnell erreichen. Das mehrere Millionen Euro teure Schiff soll im Mai nächsten Jahres getauft und auf Amrum in Schleswig-Holstein stationiert werden. Pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum der DGzRS. Einen Namen gibt es bisher aber noch nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.05.2014 | 13:00 Uhr