Stand: 12.03.2016 14:24 Uhr

Happy Birthday, Nationalpark Wattenmeer!

Als Ministerpräsident Ernst Albrecht am 12. März 1986 den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eröffnete, war wohl niemandem klar, wie bedeutend er einmal werden würde. 30 Jahre später ist der Nationalpark nicht nur größer als das Bundesland Bremen. Er gehört seit 2009 auch zum UNESCO-Welterbe. Zusammen mit den Schutzgebieten in Hamburg, Schleswig-Holstein, den Niederlanden und Dänemark steht er damit auf eine Stufe mit dem Grand Canyon und der Serengeti.

Spaziergänger im Wattenmeer

Wattenmeer: Nationalpark wird 30

Hallo Niedersachsen -

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde vor 30 Jahren gegründet. Heute anerkanntes Weltnaturerbe, war der Nationalpark bei seiner Gründung umstritten.

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Anfangs gab es viele Skeptiker

Die Idee, entlang der niedersächsischen Nordseeküste einen Nationalpark einzurichten, fand damals nicht nur Anhänger. Gerade Muschelfischer und Touristikmanager fürchteten Nachteile durch Umweltschutzauflagen. Doch diese Angst stellte sich als unbegründet heraus. Inzwischen ist der Nationalpark sogar ein Werbeträger für naturnahen Tourismus an der gesamten Nordseeküste. Hauptamtliche Nationalpark-Ranger und Naturschutzwarte sorgen dafür, dass Schutzzonen von Gästen und einheimischen Wattbesuchern respektiert und beachtet werden. Mit der Novelle des Nationalparkgesetzes im Jahr 2010 wurde die Fläche des Nationalparks sogar erweitert, von 240.000 auf 345.000 Hektar.

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Wattenmeer: Magnet für Vögel und Menschen

Das Wattenmeer zu schützen war vor 30 Jahren für viele keine gute Idee. Mittlerweile ist der Nationalpark nicht mehr wegzudenken - als Anziehungspunkt für Touristen und für Zugvögel. Bildergalerie

Spagat zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen

Damit ist das niedersächsische Wattenmeer der zweitgrößte deutsche Nationalpark. Sitz der Nationalparkverwaltung ist Wilhelmshaven. Von dort aus werden unter anderem die Zugvogeltage im Herbst geplant. Denn das Wattenmeer ist die Drehscheibe des ostatlantischen Vogelzugs und damit ein besonders schützenswerter Naturraum. Wie bei vielen Institutionen ist die Arbeit der Verwaltung allerdings ein ständiger Kompromiss zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen.

Hintergrund
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.03.2016 | 13:00 Uhr