Stand: 07.01.2017 17:45 Uhr

Nach Sturm "Axel": Langeoog muss nochmal ran

Hunderte Helfer haben in den vergangenen Tagen am Hauptstrand der Insel Langeoog Spielzeug eingesammelt. Zehntausende angespülte Ü-Ei-Kapseln und Lego-Teile, die während des Sturmtiefs "Axel" mit ihrem Container von Bord eines Frachters gestürzt waren. Nun steht den Insulanern am Ost-Ende der Insel die nächste Aufgabe bevor: Massenhaft hat "Axel" dort Räder, Möbelteile und Star-Wars-Figuren, Kabel, Plastikstreifen und sogar Gestelle von Kinderwagen angeschwemmt. Bevor am Ost-Ende aber aufgeräumt wird, sollen rechtliche Fragen geklärt werden.

Sturmtief "Axel" hinterlässt Spielzeug und Schrott

Wer kümmert sich um die nächste Aufräumaktion?

Am Sonnabend hat sich Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels (parteilos) mit Vertretern der Reederei und ihrer Versicherung getroffen und sich ein Bild von der Lage am Strand gemacht. Auch Beamte vom Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) waren mit vor Ort. Wenn beispielsweise geklärt ist, wer sich um die nächste Aufräumaktion auf Langeoog kümmern soll, wer für die Kosten aufkommt und wie das Strandgut dann entsorgt werden kann, wird aufgeräumt. Dennoch soll das angeschwemmte Material aus Naturschutzgründen möglichst schnell vom Strand verschwinden. Zahllose Freiwillige hätten sich bereits gemeldet, dass sie auch hier helfen wollen, so der Insel-Reporter Klaus Kremer.

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Ü-Eier-Einsatz vorbei - Langeoog dankt Helfern

Der Strand von Langeoog ist fast wieder frei, nachdem Hunderte Helfer tagelang Überraschungseier und Legosteine gesammelt haben. Auch finanzielle Hilfe wurde zumindest angekündigt. mehr

Ü-Eier-Sammler aus Kindergärten und vom Festland

Der Hauptstrand der Insel ist mittlerweile fast vollständig aufgeräumt. Touristen, Anwohner, der Insel-Kindergarten und Helfer, die extra vom Festland angereist sind, haben etwa 100 großen Säcken mit einem Fassungsvermögen von jeweils 120 Litern mit den Überraschungseiern gefüllt. Diese Säcke sind laut Thomas Pree vom Tourismus-Service Langeoog bei einer Spedition eingelagert worden - was mit ihnen passieren soll, wird voraussichtlich am Montag entschieden. Einen Teil der angeschwemmten Ladung durften die freiwilligen Helfer auch mit nach Hause nehmen, wenn sie denn wollten. Auf Langeoog freut man sich derzeit über jeden Lego-Stein, der nicht eingelagert werden muss.

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Langeoog: Ist das Sammeln der Ü-Eier rechtens?

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Zehntausende Überraschungseier und auch Legosteine werden derzeit am Strand von Langeoog angespült. Viele machen sich auf zum Sammeln - doch das ist streng genommen illegal. Video (02:42 min)

Strandgut stammt aus verlorenen Containern

Ein Frachter der dänischen Reederei Maersk hatte am Mittwoch auf seiner Fahrt von Rotterdam nach Bremerhaven insgesamt fünf Container im Sturm verloren. "Ich vermute, dass die Container selbst rasch gesunken sind, denn sie wurden nicht gesichtet", sagte Tobias Linke vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. "Die Überraschungseier haben aber ihren Weg in die Freiheit gefunden." Wie Luftblasen müssen die kleinen Plastik-Eier und das übrige Strandgut laut Linke aus dem oder den beschädigten Containern entwichen und im Wasser nach oben gestiegen sein. Die Sturmflut brachte sie anschließend an den Langeooger Strand.

Auch Sturm "Barbara" hatte Strandgut hinterlassen

Schon während des Sturmtiefs "Barbara" kurz nach Weihnachten waren ein Dutzend Container von einem Frachter in die Nordsee gefallen. Elf davon wurden auf den ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Norderney und ebenfalls auf Langeoog angespült. Bauholz aus den zum Teil zerstörten Containern liegt seit Tagen an den Insel-Stränden. Eine Spezialfirma hat am Freitag mit der Bergung von fünf Containern auf Wangerooge begonnen. Anfänger nächster Woche sollen auch die Container von den übrigen Inseln abgeholt werden.

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Nach dem Sturm: Ü-Eier-Alarm auf Langeoog

Auf Langeoog hat Sturm "Axel" Zehntausende Überraschungs-Eier angeschwemmt. Auf Wangerooge hingegen verteilt sich weiter Bauholz, das aus zuvor angespülten Containern stammt. (04.01.2017) mehr

Wangerooge: Container-Müll kommt nach Norddeich

Die Bergung der angespülten Container auf Wangerooge kann heute beendet werden. Ein Spezialschiff nimmt den Müll mit nach Norddeich. Danach steuert es weitere Inseln zur Container-Bergung an. (07.01.2017) mehr

Prognose: Wie wird das Wetter?

Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 07.01.2017 | 15:00 Uhr

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