Stand: 19.01.2017 16:13 Uhr

Hilfe für Insulaner: Kommt nun ein Hubschrauber?

Die Ostfriesischen Inseln kämpfen noch immer gegen Massen von Plastikmüll und Holzbalken, die während der Stürme der vergangenen Wochen angespült wurden. Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz (Grüne) will deshalb heute und morgen auf Langeoog und Wangerooge an Inspektionen und Besprechungen teilnehmen und sich mit den Insel-Bürgermeistern beraten. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte zuvor die Hilfe seines Ministeriums angekündigt: "Die Probleme durch Container, Holzladungen und Plastikmüll können die Insulaner nicht allein lösen", so Wenzel. Der grüne Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald aus dem Ammerland hat nun vorgeschlagen, die angespülten Holzbalken und Container auf den ostfriesischen Inseln per Helikopter zu bergen. Wenn Dünen und Strand durch den Einsatz von Raupenfahrzeugen gefährdet seien, müsse eben ein Hubschrauber eingesetzt werden, sagte Meiwald. Wenzel hatte erst gestern die Landung eines Bundespolizeihubschraubers auf Langeoogs Oststrand scharf kritisiert.

Hubschrauber als "Super Gau" für Vögel

Mitten im Wattenmeer vor Langeoog waren Mitarbeiter des Zolls Ende Dezember mit einem Helikopter gelandet. Die Beamten wollten offenbar Insulaner daran hindern, Holz einzusammeln, das im Sturm angeschwemmt worden war. Dieses Treibgut hat der Zoll bis heute nicht freigegeben, weil offenbar immer noch nicht geklärt ist, wem das Holz gehört. Die Empörung über die Landung des Hubschraubers ist groß: Laut Umweltschützern ist ein Helikopter im Wattenmeer für die dort rastenden und vom Winter entkräfteten Vögel ein "Super Gau".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.01.2017 | 15:30 Uhr

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