Stand: 24.03.2016 18:58 Uhr

Für 20.000 Euro - Hat Häftling Killer beauftragt?

Erst Vergewaltigung - und jetzt noch eine Anstiftung zum Mord? Es waren zwei schreckliche Taten im August vergangenen Jahres in Hooksiel: Erst soll ein 39-jähriger Unternehmer seine Ehefrau mit Chloroform betäubt und anschließend brutal vergewaltigt haben. Nur zwei Tage später soll sich der Mann dann an seiner 31-jährigen Angestellten vergangen haben. Die Frau konnte schließlich aus einem Fenster fliehen, halbnackt und verletzt wurde sie von Passanten an einer Hauptstraße entdeckt. Seit einigen Wochen muss sich der Mann nun vor dem Landgericht Oldenburg wegen Vergewaltigung verantworten. Doch das ist nicht alles.

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Mithäftling informiert JVA-Leitung

Der Angeklagte soll sich laut Justizvollzugsanstalt (JVA) Oldenburg bei einem Mithäftling, der aus der Rockerszene stammen soll, erkundigt haben, was ein Mord an seiner Ehefrau kosten würde. Der Mithäftling sollte "Kontakte herstellen", hieß es. Doch anstatt den Mordauftrag in Höhe von 20.000 Euro weiterzuleiten, informierte der Mithäftling die JVA-Leitung. Nun droht dem 39-Jährigen nicht nur eine Haftstrafe von mehr als zehn Jahren wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung, sondern es wird auch eine Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord geprüft.

Am 6. April soll nun der Mithäftling aussagen. Danach wird die Staatsanwaltschaft vermutlich weitere Ermittlungen gegen den Angeklagten aufnehmen. Ihm droht dann laut Gerichtssprecher noch ein zweiter Prozess, der das erste Urteil noch verschärfen könnte.

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Aktuell | 24.03.2016 | 18:00 Uhr