Stand: 31.03.2016 07:14 Uhr

Drum suche, wer sich ewig bindet

Torsten Luttmann hat gesucht und gesucht. Bei jedem Spaziergang mit seinem Hund "Andor" heftete der 34-Jährige aus Altenoythe (Landkreis Cloppenburg) den Blick auf den Boden eines Ackers. Hier war es geschehen. Hier hatte er am 3. Oktober 2013 seinen Ehering verloren, als er für seinen Hund ein Stöckchen warf. Er sah noch etwas in der Sonne glitzern und dann spürte er die Veränderung an seiner Hand. Der Ring, der für ihn mit wundervollen Emotionen und Erinnerungen verbunden ist, war von einem Moment auf den anderen verschwunden. Zwei Stunden suchte Luttmann damals den Acker ab - vergeblich. Eine Woche später begab er sich dann noch mal mit einem Metalldetektor auf die Suche. Er fand Schrauben, Muttern, Nägel, nur seinen Ehering nicht.

Ein Ring liegt halb in der Erde.

Ehering nach zweieinhalb Jahren wiedergefunden

Hallo Niedersachsen -

Im Oktober 2013 verlor Torsten Luttmann bei einem Hundespaziergang seinen Ehering auf einem Acker. Zweieinhalb Jahre später fand er ihn wieder.

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Neue Eheringe sollten gekauft werden

Es kam der Winter, dann der Frühling und der Bauer bestellte das Feld neu. Luttmann hörte auf zu suchen. Im nächsten Herbst, als das Maisfeld abgeerntet war, ging er wieder mit seinem Hund dort spazieren. Dabei immer den Blick auf den Boden gerichtet. "Insgeheim hatte ich mich schon damit abgefunden, den Ring nicht wiederzufinden", sagt er. Mit seiner Frau habe er schon vereinbart, neue Eheringe zu kaufen. Trotzdem habe er gedacht, dass es nicht schaden könne, weiterhin die Augen auf dem Feld offen zu halten. Es kam ein neuer Winter, ein neuer Frühling. Der Ring blieb verschwunden. Als das Feld im darauffolgenden Herbst wieder abgeerntet war, zog es Luttmann wieder zum Spazieren mit dem Hund dorthin.

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"Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich"

Dass Torsten Luttmann aus Altenoythe seinen Ehering wiedergefunden hat, ist ein kleines Wunder. Der Ring ging vor zweieinhalb Jahren verloren - auf einem zwei Hektar großen Acker. Video (00:57 min)

Luttmann sieht das Glitzern wieder

Und dann, am 16. März dieses Jahres, geschah das Unglaubliche: Zwei Jahre, fünf Monate und zwei Wochen nachdem er seinen Ehering verloren hatte, sah Luttmann wieder dieses Glitzern. Er ging näher und zog einen Ring aus der Erde. Tatsächlich! Die Gravur bestätigte, dass es sein Ehering ist. "Das, was dann in einem vorgeht, ist eigentlich unbeschreiblich", sagt er. Er sei "voller Glück" gewesen und habe sich riesig gefreut, dass er seinen Ehering doch noch wiedergefunden hat. Schließlich sei das ein ganz besonderer Ring, weil ihn seine Frau am Hochzeitstag an seinen Finger gesteckt habe, so Luttmann. "Den kann man nicht ersetzen." Luttmanns Fazit aus der langen Suche: "Man darf die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn die Situation ausweglos erscheint."