Stand: 18.10.2015 13:31 Uhr

Angst vor Asphalt-Mischwerk in Wasserschutzgebiet

Der geplante Bau eines Asphalt-Mischwerks in Oerel (Landkreis Rotenburg) hat vor Ort die Angst vor Umweltschäden geschürt. Die Bürger der Gemeinde befürchten, dass die Anlage das Grundwasser verseuchen könnte. Der geplante Standort liege in einem Wasserschutzgebiet und dazu noch in einer Senke, heißt es von der örtlichen Bürgerinitiative. Deshalb machen sich Anwohner Sorgen, dass sich dort Schadstoffe sammeln und in der Erde versickern könnten.

Angst um das Trinkwasser

Jörg Stuckenbrock führt den Bürgerprotest mit an. Er fürchtet: "Wenn da mal was passiert, bekommen wir unser Trinkwasser nie wieder." Theoretisch. Denn noch geht es erst um den Bebauungsplan, nicht um den Bau des eigentlichen Asphalt-Mischwerks. Die Bürgerinitiative will deshalb den Bau verhindern. Zahlreiche Einwände haben die Mitglieder bereits eingereicht.

Planer will Einwände prüfen

Diese Einwände liegen jetzt auf dem Schreibtisch von Raymund Reisdorff. Er ist freiberuflicher Stadtplaner und soll im Auftrag der Firmengruppe Matthäi den Weg für das Mischwerk frei machen. Reisdorff sagt: "Rechtlich sind wir auf der sicheren Seite." Aber er versichert, alle Einwände der Bürger nüchtern zu prüfen. Das letzte Wort hat jetzt der Gemeinderat.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.10.2015 | 10:00 Uhr