Stand: 12.05.2017 21:35 Uhr

Waffendiebstahl: Verbindung zu Franco A.?

Besonders viel ist derzeit nicht klar in dem Fall der gestohlenen Waffen aus Munster. Die Fakten: Am 13. Februar wurde auf dem Truppenübungsplatz Munster ein Panzer, Modell "Fuchs", aufgebrochen und zwei G36-Sturmgewehre, eine P8-Pistole, eine Signalpistole, zwei Funkgeräte, zwei Magazine sowie ein sogenanntes Doppelfernrohr gestohlen. Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch nicht. Waren es Angehörigen der Streitkräfte? Oder haben sich "normale" Diebe auf dem Gelände der Armee zu schaffen gemacht? Und: Gibt es Verbindungen zum Fall Franco A.? Alle diese Fragen sind offen.

Bislang keine Verbindungen zu Franco A.

Das Bundesverteidigungsministerium prüft nach Informationen von NDR 2 derzeit Verbindungen zum Fall des Terrorverdächtigen aus dem elsässischen Illkirch, der Munition aus Bundeswehrbeständen gestohlen haben soll. Bislang seien aber noch keinerlei Verbindungen festgestellt worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Gleichzeitig laufen interne Ermittlungen innerhalb der Bundeswehr, denn es sei nicht zulässig, Waffen in einem abgestellten Panzer zu lagern.

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Der Fall Franco A.

Ein Soldat steht unter Verdacht, Munition gestohlen und Anschläge geplant zu haben. Lesen Sie weitere Hintergründe zum Fall Franco A. bei tagesschau.de. extern

Akten in Celle - keine Auskunft

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg bestätigte NDR.de, dass ein Ermittlungsverfahren in dem Fall wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall in Tateinheit mit dem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet worden sei. Das Verfahren richtet sich gegen unbekannt. Die Akten des Falles lägen zurzeit aber noch bei der Polizei Celle, deshalb würden vorerst keine weiteren Auskünfte erteilt. Bei der Polizei Celle hingegen verweist man zurück auf die Staatsanwaltschaft - die habe schließlich die Pressehoheit.

Gewehre nicht geladen

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums seien die gestohlenen Gewehre nicht geladen gewesen. In dem Panzer habe sich auch keine Munition befunden. Der Panzer gehört zu einer Truppeneinheit aus Minden (Nordrhein-Westfalen), die in Munster trainiert hat. Der Truppenübungsplatz stellte das Gelände zur Verfügung und plante die Übung. In Niedersachsen war es erst im Februar 2014 zu einem Diebstahl großer Mengen von Munition in einer Bundeswehrkaserne in Seedorf (Landkreis Rotenburg) gekommen. Von den entwendeten 35.000 Schuss Munition tauchten rund 30.000 mehrere Monate später wieder auf.

Weitere Informationen

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Die riesige Menge an Munition, die aus einer Kaserne in Seedorf gestohlen wurde, ist wieder aufgetaucht. Der Tippgeber ist ein mutmaßlicher Dealer - der Dieb ist weiter unbekannt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 12.05.2017 | 18:00 Uhr

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