Stand: 17.08.2017 16:38 Uhr

Soldat starb an multiplem Organversagen

Der vor knapp einem Monat bei einem Marsch kollabierte Soldat des Ausbildungszentrums der Bundeswehr in Munster (Heidekreis) ist an multiplem Organversagen gestorben. Das geht aus dem Obuktionsbericht hervor, der der Staatsanwaltschaft Lüneburg nun vorliegt. Ursache sei eine Sepsis, sagte eine Sprecherin NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag, also eine Blutvergiftung. Ob der Soldat vor dem Marsch verbotene Aufputschmittel zu sich genommen haben könnte, darüber machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Zunächst würden weitere rechtsmedizinische Untersuchungen erfolgen, was mehrere Wochen dauern könne.

Ermittlungsgruppe untersucht Vorfälle

Bei dem Übungsmarsch in Munster waren am 19. Juli insgesamt vier Soldaten kollabiert, einer von ihnen starb zehn Tage später. Die jungen Männer waren erst seit drei Wochen bei der Bundeswehr. Zunächst war wegen der sommerlichen Temperaturen während des Marsches von einem Hitzschlag die Rede. In der Folge wurde spekuliert, ob die Ausbildungsbedingungen zu hart gewesen seien. Das Bundesverteidigungsministerium hat eigenen Angaben zufolge unterdessen keine Erkenntnisse darüber, dass die Soldaten vor dem Marsch ein illegales Aufputschmittel genommen haben. Die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hatte zuvor in ihrer Montagsausgabe von Aufputschmitteln berichtet und sich auf die Aussage eines Soldaten berufen. Die Bundeswehr hat wegen der Vorfälle in Munster eine Ermittlungsgruppe gebildet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.08.2017 | 16:00 Uhr

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