Stand: 07.01.2016 11:25 Uhr

Nach Y-Trassen-Aus soll es nun schnell gehen

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Im November war der Ausbau der bestehenden Bahnstrecken beschlossen worden. (Archivbild)

Die Bahnstrecke von Rotenburg nach Verden wird zweigleisig - und das möglichst bald, wenn es nach Bahn und Land geht. Wie das Verkehrsministerium und die Deutsche Bahn in Hannover mitteilten, sollen die Planungen für den Ausbau der Strecke schnell beginnen. Er steht bereits seit 30 Jahren im Bundesverkehrswegeplan. "Unser Ziel ist es, die Finanzierung möglichst schnell sicherzustellen und noch in 2016 erste Planungsaufträge zu vergeben", so Matthias Hudaff, der zuständige Planungschef der Bahn. Fast 20 Jahre hatten Bahn, Bürger und Politiker über das Schienennetz im Norden gestritten. Anfang November kam es dann zum Kompromiss, demzufolge die bestehenden Strecken nach der sogenannten Alpha-Variante ausgebaut werden sollen. Der Vorschlag, eine Y-Bahntrasse quer durch Niedersachsen zu bauen, wurde verworfen.

Karte: Die Alpha-Variante

Zehn Millionen Euro vom Land

Laut Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) wird das Land Niedersachsen für die Planung zehn Millionen Euro als Vorfinanzierung zur Verfügung stellen. Ziel sei ein möglichst schneller Planungsbeginn, so Lies. Der Ausbau zwischen Verden und Rotenburg habe für das Land nun oberste Priorität. Die 27 Kilometer lange Strecke ist bislang ein Nadelöhr für Güterzüge auf der Fahrt von Hamburg Richtung Hannover oder Ruhrgebiet. Außerdem vorgesehen ist der Ausbau der Strecke Nienburg-Minden sowie der sogenannten Amerika-Linie von Bremen nach Uelzen, über die Züge Richtung Ost- und Süddeutschland fahren sollen. Zwischen Lüneburg und Uelzen ist ein drittes Gleis geplant.

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Dialogforum spricht sich für Alpha-Lösung aus

Das Dialogforum zur Y-Trasse hat in Celle seine Abschlussempfehlung abgegeben. Es hat sich für einen Ausbau gemäß der Alpha-Variante ausgesprochen. Auch die ist nicht unumstritten. (05.11.2015) Bildergalerie

Öffentlichkeit soll weiterhin eingebunden werden

Der Streckenausbau soll mehr Platz für den wachsenden Güterzugverkehr aus den norddeutschen Seehäfen ins Hinterland schaffen. Der dafür jahrelang vorgesehene Neubau der umstrittenen Y-Trasse von Hannover Richtung Bremen und Hamburg war im November von einem Dialogforum aus Kommunen, Verbänden und Bürgerinitiativen verworfen worden. Auch in die weiteren Planungsschritte für das Großprojekt will die Bahn die Öffentlichkeit einbinden. Voraussichtlich im Februar ist eine erste große Informationsveranstaltung vorgesehen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 07.11.2015 | 17:00 Uhr