Stand: 27.06.2017 13:08 Uhr

Landwirt nach Schüssen auf Tierarzt vor Gericht

Nach den Schüssen auf einen Tierarzt muss sich ein Landwirt ab dem 24. Juli vor dem Landgericht Stade verantworten. Dem 56-jährigen Mann aus Osterbruch wird versuchter Mord und unerlaubter Besitz von Munition vorgeworfen, wie das Gericht mitteilte. Im Februar hatte der Landwirt auf den Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Cuxhaven geschossen, der auf dem Hof Tiere kontrollieren wollte. Der Arzt war dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz

Dem Landwirt waren wiederholt Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen worden. Der Veterinär war damals auf den Hof des Landwirts gekommen, um Rinder, Schafe und Pferde abzuholen. Das Verwaltungsgericht hatte zuvor ein Tierhaltungsverbot bestätigt. Da die Behörde bereits mit dem Widerstand des Landwirts gerechnet hatte, kamen die Mitarbeiter in Begleitung von Polizisten. Der Angeklagte soll sich nach dem Eintreffen des Veterinärs und seiner Begleitung in seine Scheune zurückgezogen und von dort ohne Vorwarnung gezielt auf den Veterinär geschossen haben. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage geplant.

Weitere Informationen

Osterbruch: Haftbefehl nach Schuss auf Veterinär

In Osterbruch (Landkreis Cuxhaven) hat ein Landwirt auf den Kreisveterinär geschossen und ihn schwer verletzt. Das Amtsgericht Otterndorf erließ Haftbefehl gegen den 55-Jährigen. (02.02.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.06.2017 | 12:00 Uhr

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