Stand: 08.08.2016 19:07 Uhr

Kassen fordern Krankenhausschließungen

Die Landesvertretung der Ersatzkassen fordert das Sozialministerium auf, die finanzielle Unterstützung kleiner Krankenhäuser zu streichen und sie so zur Schließung zu zwingen. Betroffen wären auch die Krankenhäuser in Zeven und Bremervörde im Landkreis Rotenburg (Wümme). Die Vertretung hält 30 der 180 niedersächsischen Krankenhäuser wegen niedriger Patientenzahlen für entbehrlich.

Rundt: Nicht nach Rasenmäherprinzip handeln

Statt finanzieller Unterstützung für alle müsse das Land seine Förderung für die dann verbleibenden Krankenhäuser aufstocken, fordern die Ersatzkassen. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hält jedoch wenig davon, "nach dem Rasenmäherprinzip gegen kleine Kliniken vorzugehen". Die Krankenhäuser in Zeven und Bremervörde gehören seit Januar zum Elbe-Klinikum Stade. Deren Verwaltungschef Siegfried Ristau hält Wirtschaftlichkeit allein für einen falschen Maßstab. Es gehe um eine wohnortnahe Krankenhausversorgung. Durch Neuorganisation und ein abgestimmtes medizinisches Angebot sei es schon jetzt gelungen, die Wirtschaftlichkeit der Kliniken im Landkreis Rotenburg zu verbessern, so Ristau.

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Länder fordern mehr Geld für Hochschulkliniken

Niedersachsen fordert gemeinsam mit drei weiteren Bundesländern mehr Geld für die Hochschulkliniken. Weil spezielle Therapien hohe Kosten verursachen, soll der Bund helfen. (07.07.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 08.08.2016 | 17:00 Uhr

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