Stand: 19.05.2017 12:13 Uhr

Gefundene Kleidung - neue Spur zu Schulzes?

Vor knapp zwei Jahren verschwand Familie Schulze aus Drage im Landkreis Harburg. Wochen später wurde der Vater tot in der Elbe gefunden. Von Mutter und Tochter fehlt bis heute jede Spur, die Polizei geht von einem erweiterten Suizid aus. Am Donnerstag wurde bekannt, dass offenbar bereits im Herbst vergangenen Jahres insgesamt rund 20 Kleidungstücke von einer Spaziergängerin entdeckt und kurze Zeit später mithilfe von privaten Ermittlern geborgen wurden. Im Dezember wurde die Kleidung, darunter eine Jeanshose, ein Damenslip und ein selbst gebastelter Stern der Polizei übergeben. Die Fundstücke seien sichergestellt worden, bestätigte die Polizei. Derzeit werde einen DNA-Abgleich vorgenommen, sagte Polizeisprecher Jan Krüger am Freitag NDR.de.

Polizei hält Zusammenhang für unwahrscheinlich

Die Gegenstände lagen demnach an einem Wassergraben in der Feldmark, nur drei Kilometer vom Haus der Schulzes entfernt. Die Polizei hält es für unwahrscheinlich, dass die Fundstücke etwas mit dem Verschwinden der Familie Schulze zu tun haben, sagte der Polizeisprecher: "Wir gehen davon aus, dass die Gegenstände erst kurz vor dem Auffinden dort abgelegt wurden und nicht schon dort lagen, als die Suche nach den Vermissten begann. Die lagen dort so auffällig, dass man sie eigentlich nicht übersehen konnte." Mit einem Ergebnis der DNA-Probe wird erst in einigen Wochen gerechnet. Sollte sich bestätigen, dass einige Kleidungsstücke der Tochter Miriam Schulze gehören, würden die Ermittlungen intensiviert, sagte Polizeisprecher Krüger. Er sieht dafür allerdings nur geringe Chancen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 18.05.2017 | 17:00 Uhr

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