Stand: 22.03.2016 19:42 Uhr

Elbmarsch hat nun ihr eigenes Glasfasernetz

von Lars Gröning

Schnelles Internet - das wollen alle, egal ob mitten in der Stadt oder weit draußen auf dem Land. Vielerorts lässt dieser inzwischen so wichtige Komfort allerdings noch auf sich warten. Vor allem auf dem Land ist der Breitbandausbau den Anbietern oft zu teuer. Die Samtgemeinde Elbmarsch im Landkreis Harburg wollte nicht länger hinten anstehen und hat deshalb ihr eigenes Glasfasernetz gebaut. Am Dienstag ist es offiziell in Betrieb gegangen.

Schnelles Surfen nun auch in der Elbmarsch

Umfrage ergab riesiges Interesse

Eine Praxis für Physiotherapie in Tespe war am Dienstagmittag die erste, die mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen durfte - mit 200 MBit pro Sekunde, verspricht die Samtgemeinde Elbmarsch. Einige der Anschlüsse sollen sogar eine Bandbreite von bis zu 1.000 MBit pro Sekunde bekommen. Das hierfür notwendige flächendeckende Glasfasernetz kostete rund 8,5 Millionen Euro. Um es zu bauen, hat die Kommune eine Tochterfirma gegründet. Eine Umfrage hatte ergeben, dass mehr als 60 Prozent der Einwohner das neue Glasfasernetz nutzen wollen. Auf dieser Grundlage entschied die Samtgemeinde, das Geld zu investieren. Nach Angaben von Bürgermeister Rolf Roth (SPD) sollen bis Jahresende rund 4.000 Haushalte an das Netz angeschlossen werden.

Weitere Kommunen könnten nachziehen

Das Projekt in der Elbmarsch gehört neben einem ähnlichen Projekt in Bispingen (Heidekreis) zu den ersten seiner Art in Niedersachsen. Bald könnte es Schule machen. Denn die Samtgemeinde Bardowick im Landkreis Lüneburg plant auf ihrem Gebiet ebenfalls ein neues Glasfasernetz.

Weitere Informationen

Streit um Glasfasernetz-Ausbau in der Elbmarsch

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.03.2016 | 11:00 Uhr