Stand: 16.12.2015 12:36 Uhr

Bombe in Lüneburg erfolgreich entschärft

Um Punkt 21.06 Uhr am Dienstag war der Spuk vorbei: Ein Sprengmeister hat eine 75-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Lüneburg erfolgreich entschärft. Die Polizei sprach anschließend von einem "reibungslosen Verlauf" - 900 Anwohner, die zuvor ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, durften kurz nach der guten Nachricht zurückkehren. Bombenräumungen sind in Lüneburg mittlerweile fast Routine: Allein im vergangenen Jahr waren neun Sprengkörper in der Stadt gefunden worden. Ab 19 Uhr lief die Evakuierung der Wohnungen und Häuser in der Nähe des Fundortes; gegen 20.30 Uhr machte sich dann der Sprengmeister an die gefährliche Arbeit.

Doch noch eine lange Nacht?

Der Zünder ließ sich lösen und musste nicht abgesprengt werden. Deshalb wurde es keine lange Nacht für Kampfmittelbeseitigungsdienst und Anwohner. Die Bombe war am Dienstagnachmittag etwa 100 Meter südlich der Friedrich-Ebert-Brücke gefunden worden. Bei dem Sprengkörper handelt es sich nach Polizeiangaben um eine US-amerikanische Fliegerbombe mit Aufschlagzünder. Für die Zeit der Entschärfung wurde der Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Dannenberg ab 20.45 Uhr gesperrt - die Hauptfahrstrecke Hamburg-Hannover blieb frei. Insgesamt waren etwa 60 Einsatzkräfte waren vor Ort.

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Bombenalarm - 900 Lüneburger müssen Häuser verlassen

Erneut ist in Lüneburg eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Etwa 900 Menschen mussten daraufhin ihre Wohnungen verlassen, da der Sprengkörper entschärft werden musste. Bildergalerie

Ausweichquartier ab 18 Uhr geöffnet

Die Stadt Lüneburg hatte für alle, die sich nicht bei Freunden oder Verwandten einquartieren können, in der St.-Ursula-Schule (neben der neuen Musikschule) ein Ausweichquartier eingerichtet. Der Bahnhof an der Ilmenau war in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs oft das Ziel alliierter Bomberverbände - deshalb werden dort immer wieder Blindgänger gefunden.