Stand: 24.03.2017 13:01 Uhr

Aale sollen in der Elbe überleben

Der Aal in der Elbe ist vom Aussterben bedroht. Um den Bestand der Wanderfische zu sichern, setzt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) nun insgesamt 187.000 Baby-Aale in dem Fluss aus. Am Freitag haben Helfer begonnen, die ersten Jungtiere in den Fluss zu setzen. Insgesamt 560 Kilogramm der Fische werden zwischen Schnackenburg (Landkreis Lüchow-Dannenberg) und Geesthacht (Schleswig-Holstein) in die Elbe und Nebengewässer wie Krainke und Jeetzel entlassen. Ausgewachsen sollen sie in einigen Jahren in den Atlantik abwandern, um dort zu laichen.

Bleckede: 187.000 Jungaale für die Elbe

Tiere wiegen zehn bis 20 Gramm

Die Tiere seien als noch fast durchsichtige Glasaale an der französischen Atlantikküste gefangen worden, sagte der Koordinator des Projekts, Volkmar Hinz von der LWK. Sie wurden anschließend zwei bis drei Monate in Aalfarmen aufgezogen. Die Jungfische sind etwa zehn bis 20 Zentimeter lang und wiegen nur einige Gramm. Bereits seit 2006 wurden mit der Aktion zwei Millionen Jungaale in die Elbe gesetzt. Die Kosten übernehmen die EU und das Land Niedersachsen zu 60 Prozent. Den Rest zahlen nach LWK-Angaben Fischereiverbände, Angler und die Gemeinschaftsinitiative Elbefischerei. Auch in den Elbe-Anrainerländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gibt es ähnliche Aktionen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.03.2017 | 13:00 Uhr

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