Stand: 08.09.2016 08:50 Uhr

Stader AfD zieht Wahlkampf-Flyer zurück

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Die Stader AfD will ihren umstrittenen Flyer nicht mehr verteilen.

Die AfD will ihren gefälschten Wahlkampf-Flyer nicht mehr verteilen. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt". In der Broschüre hatte die Partei ein Foto gezeigt, auf dem ein Demonstrant auf einen Polizisten einschlägt. Sie erweckte damit den Eindruck, es sei ein Vorfall aus dem Landkreis Stade. Tatsächlich war das Bild 2009 bei Protesten in Griechenland entstanden. Außerdem stehen in dem Flyer laut "Abendblatt" falsche Zahlen zur Kriminalität im Landkreis.

Foto sei "kleines Missgeschick"

So sei die Zahl der Körperverletzungen, Raube und ähnlicher Delikte deutlich niedriger als von der Partei behauptet. Auf der anderen Seite habe die Polizei aber mehr Diebstähle registriert. Offenbar seien die Zahlen vertauscht worden, zitiert die Zeitung einen Polizeisprecher. Der Sprecher der AfD im Landkreis Stade, Helmut Wiegers, spricht im Blatt von einer Kampagne gegen die AfD. Das falsche Foto sei ein "kleines Missgeschick" gewesen. Nachdem aber auch Wiegers die falschen Zahlen einräumen musste, kündigte er an, dass der Flyer nicht mehr verteilt werde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 08.09.2016 | 09:30 Uhr