Stand: 09.09.2015 09:20 Uhr

Zwei Wolfshunde aus Wietze töteten Chihuahua

Dieser Angriff machte Schlagzeilen: Anfang August wurde ein Chihuahua in Hornbostel in Wietze bei Celle von zwei wolfsähnlichen Tieren zu Tode gebissen - obwohl sein Besitzer das Hündchen an einer Leine führte. Der Hundehalter war davon ausgegangen, dass drei Wölfe seinen "Krümel" auf dem Gewissen haben. Nach einer Untersuchung des Kadavers war diese Vermutung bereits widerlegt worden, die Speichelreste hatten nach Angaben der Experten auf das genetische Profil eines Hundes verwiesen. Jetzt hat eine DNA-Analyse die Übeltäter eindeutig identifiziert. Wie der Landkreis Celle mitteilte, stecken zwei aggressive Hunde aus dem Wietzener Ortsteil Hornbostel hinter der tödlichen Attacke.

Hunde müssen jetzt unter Auflagen gehalten werden

Die Hunde stammen nach einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgabe) aus einem Rudel von fünf Wolfshunden. Deren Besitzer soll erst kurze Zeit vorher nach Hornbostel gezogen sein. Die Tiere, die den Chihuahua rissen, sollen nach Angaben der Behörden durch eine versehentlich aufgelassen Tür entwischt sein. Jetzt müssen sie als "gefährliche Hunde" unter Auflagen gehalten werden, eine sichere Umzäunung und ein Wesenstest seien vom Landkreis angeordnet worden. Wie ein Kreissprecher der HAZ sagte, sei man froh, dass sich der Anfangsverdacht nicht bestätigte. Denn die Geschichte vom Wolf hatte Ängste geschürt - und das Blut vieler Niedersachsen abermals in Wallung gebracht.