Stand: 13.01.2016 10:43 Uhr

Zwei Niedersachsen bei Terroranschlag verletzt

Bild vergrößern
Am Dienstag ist in Istanbul inmitten einer Reisegruppe eine Bombe expoldiert.

Zwei Niedersachsen sind am Dienstag bei dem Terroranschlag in Istanbul verletzt worden. Ein 76-jähriger Mann und eine 79-jährige Frau werden derzeit in einem Istanbuler Krankenhaus behandelt. Das Ehepaar hatte in der Türkei seinen Urlaub verbracht. Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI teilte unterdessen mit, dass unter den deutschen Opfern eines Selbstmordanschlags im türkischen Istanbul keine Reisenden des Konzerns sind. "TUI Deutschland hatte zum Zeitpunkt des Geschehens insgesamt zehn Gäste in Istanbul, die alle wohlauf sind", heißt es in einer Mitteilung des in Hannover ansässigen Unternehmens. Der Krisenstab beobachte die Situation sehr genau und stehe in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden und der Reiseleitung vor Ort.

Links
Link

Türkei vermutet zehn deutsche Anschlagsopfer

In Istanbul ist es am Dienstag zu einem Anschlag auf eine deutsche Reisegruppe gekommen. Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite der Tagesschau. extern

Weitere deutsche Opfer aus Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Berlin

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) teilte am Dienstagabend mit, dass acht deutsche Staatsangehörige bei dem Anschlag getötet worden sind. Neun weitere Deutsche seien schwer verletzt worden. Unter den Todesopfern waren demnach drei Rheinland-Pfälzer, ein Ehepaar aus Brandenburg und ein Berliner; zwei Leichen seien noch nicht identifiziert.

Istanbul-Reisen können umgebucht werden

TUI-Kunden, die bis einschließlich 18. Januar eine Reise nach Istanbul geplant haben, können diese gebührenfrei auf ein anderes Ziel oder einen anderen Reisezeitraum umbuchen. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden in Istanbul zurzeit dringend, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen zu meiden.

Weitere Informationen

Türkei-Anschlag: "Eher ein Racheakt"

12.01.2016 19:00 Uhr
NDR Kultur

Der Islamwissenschaftler Michael Lüders mutmaßt, dass der Anschlag von Istanbul eine Reaktion auf den brutal geführten Krieg der Türkei gegen die Kurden ist. mehr