Stand: 04.03.2017 13:20 Uhr

Werden US-Streitkräfte in der Heide stationiert?

Die Briten sind weg. Kommen jetzt die Amerikaner? US-Streitkräfte prüfen die Stationierung von rund 4.000 Soldaten in Bergen im Landkreis Celle. Nach Angaben von Bergens Bürgermeisters Rainer Prokop (CDU) hat sich ein Erkundungsteam vor Ort bereits einen Eindruck verschafft. Zuerst hatte die Cellesche Zeitung darüber berichtet. Die Armee untersuche demnach zurzeit die Stationierung von Landstreitkräften und ihren Familien in Bergen. "Wir müssen uns an den Gedanken erst einmal gewöhnen", sagte Prokop NDR 1 Niedersachsen. Bergen könnte davon aber "wirtschaftlich gut profitieren". Organisatorische Probleme sieht Prokop nicht: Man hab viel Erfahrung mit der Stationierung von Streitkräften.

Standort habe Vorteile

Neben Bergen prüft das US-amerikanische Militär aber auch noch andere Standorte in Deutschland. Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen, Henning Otte (CDU), hält Bergen für geeignet. Ein Grund sei der Truppenübungsplatz, aber auch die Lage im Norden Deutschlands und die Nähe zu Seehäfen wie Bremerhaven, so Otte. Er setzte sich "aktuell dafür ein, insbesondere die Region um den NATO-Truppenübungsplatz Bergen in Betracht zu ziehen".

Deutsche und Niederländer

Hintergrund der amerikanischen Pläne ist möglicherweise die russische Außenpolitik, etwa auf der Krim und in der Ukraine. Die NATO will in Europa verstärkt Präsenz zeigen. Seit dem Abzug der Briten aus Bergen wird der Standort mit dem anliegenden Truppenübungsplatz derzeit von 700 deutschen und 100 niederländischen Soldaten sowie 650 Zivilangestellten genutzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.03.2017 | 14:00 Uhr

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